02. November 2020 / 15:58 Uhr

Nach Beleidigungen gegen Youssoufa Moukoko: Geldstrafe und Auflagen für Schalke 04

Nach Beleidigungen gegen Youssoufa Moukoko: Geldstrafe und Auflagen für Schalke 04

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach den Beleidigungen gegen BVB-Talent Youssoufa Moukoko beim U19-Revierderby gegen den FC Schalke 04 gehen die Ermittlungen gegen die Zuschauer voran.
Wurde im Revierderby der U19 von Zuschauern massiv beleidigt: Youssoufa Moukoko. © imago images/Team 2/Montage
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Youssoufa Moukoko wurde im kleinen Revierderby zwischen der U19 von Borussia Dortmund und der U19 des FC Schalke 04 von einigen Fans massiv beleidigt. Nun gab der DFB bekannt, dass der FC Schalke eine Geldstrafe zahlen muss - zudem gibt es Auflagen für den Verein.

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Nach Zuschauer-Beleidigungen gegen Borussia Dortmunds Juniorenstürmer Youssoufa Moukoko muss der FC Schalke 04 eine Geldstrafe bezahlen und weitere Auflagen erfüllen. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einem Urteil des Sportgerichts am Montag mit.

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Schalke wurde demnach mit einer 6000-Euro-Strafe belegt, von denen 2000 Euro für „konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung“ verwendet werden können. Moukoko war bei einem A-Junioren-Bundesliga-Spiel am 18. Oktober in Gelsenkirchen von Zuschauern massiv beschimpft und rassistisch beleidigt worden.

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Das Sportgericht ordnete an, dass Schalke die Anzahl der Ordner für Junioren-Spiele gegen Dortmund bis zur Saison 2022/2023 auf mindestens 20 erhöhen muss. Zudem soll ein Ordnungsdienst-Konzept erarbeitet werden, „das effektives und angemessenes Einschreiten bei Beleidigungen aus dem Zuschauerbereich beinhaltet“. Der FC Schalke hat dem Urteil bereits zugestimmt.

Moukoko: Das sind keine Fußballfans

Die Übeltäter seien "keine Fußballfans, sondern Menschen, die Hass verbreiten wollen", erklärte Moukoko in einem längeren Statement, auf seinem Instagram-Kanal. "Ein Derby ist immer emotional für Spieler und Fans, aber am Ende sollte der Sport uns verbinden und Spaß machen und keine Grenzen zwischen uns setzen." Die Beschimpfungen des Teenagers waren im Livestream, den der DFB auf YouTube anbot, klar zu hören. Er solle "sich verpissen" oder "ins Grab legen", hieß es unter anderem.