02. Juli 2019 / 07:30 Uhr

Belgershain marschiert durch die Liga und steigt auf

Belgershain marschiert durch die Liga und steigt auf

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Champion der Fußball-Kreisliga B (West) wurde im Spieljahr 2018/19 der SV Belgershain. Das Team konnte sich am Ende noch klar von der Konkurrenz absetzen.
Champion der Fußball-Kreisliga B (West) wurde im Spieljahr 2018/19 der SV Belgershain. Das Team konnte sich am Ende noch klar von der Konkurrenz absetzen. © Roger Dietze
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Wieder Leben eingehaucht: Nach dem Neueinstieg gelang dem Team aus dem Südwesten des Muldentals sofort die Meisterschaft in der Kreisliga B (West). 

Belgershain. Noch immer hallt das Knallen von Sektkorken in Belgershain nach. Quasi aus dem Nichts heraus haben die Kicker von Coach Jan Pischer nach einem ausgesetzten Jahr die Fußball-Kreisliga B-West gerockt und sich einigermaßen überraschend mit der Meisterschaft belohnt.

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„In Anbetracht dessen, dass nach dem der in der Spielzeit 2016/17 erspielten Kreisliga A-Meisterschaft folgenden Chaos kaum noch Spieler zur Verfügung standen, gleicht der Durchmarsch einem kleinen Wunder“, so Jan Pischer, der sich noch sehr gut an eine letzte via Smartphone vor Saisonbeginn an ehemalige und potenzielle Belgershainer Kicker verteilte Nachricht erinnert.

„Aus allen Himmelsrichtungen kamen daraufhin die Spieler mit dem festen Vorsatz zusammen, dem Belgershainer Fußball wieder neues Leben einzuhauchen“, so der aus dem Vereinsnachwuchs stammende 43-Jährige, der zu Saisonbeginn die Verantwortung auf der Trainerbank übernahm.

Starke Rückrunde mit Aufstieg gekrönt

„In der Hinrunde mussten wir uns naturgemäß erst einmal finden, was sich in entsprechend wechselhaften Ergebnissen niedergeschlagen hat. In der Rückrunde haben wir uns dann aber deutlich stabilisiert.“ Mit dem Ergebnis, dass die Kicker aus dem Südwesten des Muldentals die Meisterschaft Kreisliga-B-Weststaffel mit acht Punkten Vorsprung auf die SG Olympia Frankenhain für sich entscheiden konnten.

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Für die neue Saison plant der frisch gebackene A-Kreisligist, der in der Spielzeit 2017/18 sein Spielrecht für die höchste Spielklasse im Fußballverband, die Kreisoberliga, aufgrund akuter personeller Engpässe nicht wahrnehmen konnte, mit einigen Neuzugängen. „Wir haben bereits Anfragen erhalten, ganz offensichtlich hat sich herumgesprochen, dass in Belgershain wieder etwas in punkto Fußball am wachsen ist“, so Pischer. Die Achillesferse des Vereins bilde jedoch nach wie vor der Nachwuchs, da in den zurückliegenden Jahren in diesem Bereich keine Mannschaft auf dem Großfeld im Punktspielbetrieb gestanden hätte. „Aktuell weist die Herrenmannschaft eine gute Mischung aus Spielern unter 20 Jahren und solchen auf, die bereits die 30 überschritten und entsprechende Erfahrungen gesammelt haben, perspektivisch müssen wir aber zwingend an der Nachwuchsthematik arbeiten“, so der Belgershainer Coach, der hofft, dass sein Verein in eine Kreisliga-A-Staffel mit Gegnern der Weststaffel rutschen wird. „Fahrten in die Döbelner Region wären demgegenüber für uns weniger attraktiv“, so Pischer.

Zielstellung bleibt natürlich der Klassenerhalt

Gleich jedoch, in welcher Staffel man am Ende auch landen wird, das erklärte Ziel sei in jedem Fall der Klassenerhalt. „Und diesen wollen wir so schnell wie nur möglich in trockene Tücher bringen.“ Im Meisterschaftsverlauf der abgelaufenen Saison, in dem eine Hin- und Rückrunde und noch eine Hinrunde gespielt wurde, siegten die West-Muldentaler 16-mal, vier Spiele gingen verloren, eins endete unentschieden.


Zum Saisonstart zog der SVB bei der Zweiten von Fortuna Neukirchen mit 2:3 den Kürzeren. Es folgte ein 5:2-Erfolg gegen die SG Olympia Frankenhain. Am 3. Spieltag gab es die einzige Saison-Punkteteilung (Endstand 2:2) bei der Spielgemeinschaft Narsdorf/Breitenborn. Nach vier Siegen gab es die Niederlage gegen die Gäste von Fortuna Neukirchen II (3:4). Am 10. Spieltag gewann Narsdorf/Breitenborn 2:1 in Belgershain und baute den Vorsprung auf sechs Punkte aus. Danach folgte eine 3:6-Niederlage bei der SG Geithain II/Kohren-Sahlis II.