27. Oktober 2019 / 19:25 Uhr

"Belohnen uns viel zu wenig": Öney rettet dem HSC einen Punkt - und hadert (mit Video)

"Belohnen uns viel zu wenig": Öney rettet dem HSC einen Punkt - und hadert (mit Video)

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Björn Lambach hat den Ball aus den Augen verloren.
Björn Lambach hat den Ball aus den Augen verloren. © Debbie Jayne Kinsey
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Nach vier Niederlagen in Folge hat der HSC Hannover einen Achtungserfolg gefeiert. Die Gefühlslage war nach dem 1:1 gegen den Tabellendritten Holstein Kiel II allerdings gemischt. Immerhin gab es Lob vom Gegner.

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Erst hat sich Gürkan Öney eine blutende Wunde und ein blaues Auge von Mitspieler Maurice Kleinert abgeholt, später schoss er den Ausgleich beim 1:1 des HSC in der Regionalligapartie gegen Holstein Kiel II.

„Ich freue mich einerseits natürlich, dass ich so ein Ding rausgehauen habe“, sagte der Linksverteidiger, der in dieser Partie im linken Mittelfeld ran durfte. Aus etwa 22 Metern schoss er in der 85. Minute einfach drauf – Kiels Torwart Timon Weiner flog vergebens, der Ball schlug halbhoch direkt neben dem linken Pfosten ein. „Andererseits wäre ein Sieg noch schöner gewesen“, sagte Öney.

Bilder vom Regionalligaspiel HSC Hannover - Holstein Kiel II

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Björn Masur zieht ab. ©
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Qualität vor dem Tor fehlt

Zwar hat der HSC das von Trainer Martin Polomka vor dem Spiel ausgerufene „Prinzip Eichhörnchen“ umgesetzt und das erste Remis nach zuletzt vier Pflichtspielpleiten geholt. „Wir hätten in Führung gehen können“, erklärte Polomka. Doch es mangelte wieder einmal an der Qualität vor dem gegnerischen Tor – ein Problem, das sich schon durch die gesamte Saison zieht.

Mit dem ersten Torschuss scheiterte Björn Lambach an Weiner (27.). Eine Minute später hätte Hauke Bartels das 1:0 erzielen müssen. Aus elf Metern hatte er die freie Wahl, den Ball unbedrängt einzuschieben. Er entschied sich für den hohen Abschluss. Der Ball flog mehrere Meter über die Querlatte. „Wir spielen richtig gut, belohnen uns nur viel zu wenig“, beklagte sich Öney.

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Zusammenprall von Öney und Kleinert

Zu dem Zeitpunkt der HSC-Druckphase hatte er bereits ein geschwollenes rechtes Auge und erinnerte ein wenig an einen unterlegenen Boxer im Ring. Öney und Kleinert wollten einen hohen Ball Höhe der Mittellinie klären, da prallten beide zusammen. „Mo rief noch ‚Leo‘“, so Öney, der nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte. Er bekam in der Behandlungspause ein Pflaster für die kleine blutende Wunde. Das Auge schwoll schnell an. „Das hat mich im Spiel aber nicht behindert. Ich hatte auch gar nicht mehr an das Auge gedacht“, sagte er nach dem Schlusspfiff.

Er war an vielen Offensivaktionen beteiligt und suchte immer wieder den Weg zum Tor, blieb aber zunächst selbst glücklos. Nach dem Kieler Treffer durch Julius Alt (67.) steckte der HSC aber nicht auf. „Wir haben ganz viel Herz reingeworfen“, lobte Polomka seine Mannschaft. Ein Herz fasst sich schließlich Öney bei seinem Distanzschuss. „Ich dachte mir, dass wir im Training viele Torabschlüsse geübt haben und ich es mal versuchen könnte“, so der 22-Jährige.

"HSC spielt nicht wie ein Tabellenletzter"

So blieb am Ende ein Punkt, über den sich Polomka sehr freute: „Wir haben gegen den Tabellendritten gespielt. Da ist ein Zähler auf jeden Fall ein Gewinn.“ Lob gab es zudem noch von der anderen Seite: „Der HSC ist zwar Tabellenletzter, spielt aber nicht wie einer. Sie haben uns das Leben sehr schwer gemacht. Sie wollen alles fußballerisch lösen“, sagte Kiels Coach Nicola Soranno.

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