29. März 2016 / 11:11 Uhr

Bemerode verliert unglücklich, aber nicht unverdient in Mühlenberg

Bemerode verliert unglücklich, aber nicht unverdient in Mühlenberg

Sven Just
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Bemerode bekommt den Ball nicht ins Tor, Mühlenberg gewinnt
Bemerode bekommt den Ball nicht ins Tor, Mühlenberg gewinnt © Sven Just
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Mühlenberger SV - TSV Bemerode 3:2 (0:1)

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Nach der knappen Niederlage gegen Ramlingen wollte das Team um Trainer Martin Becker, wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Neben dem gelb-rot-gesperrten Hendrik Hahne, fielen noch weitere verletzte Spieler und Urlauber aus, so dass man zwar nicht wie gewohnt mit 18 Mann nach Mühlenberg reiste, aber dennoch eine gut besetzte Mannschaft aufs Feld schicken konnte.

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In den ersten Minuten hatte man leichte Vorteile und mit Marvin Linke die erste Chance des Spiels. Bemerode überließ Mühlenberg größtenteils das Spiel und wollte die Heimmannschaft auskontern, was aber meistens nicht gelang, da man den Ball nur planlos nach vorne schlug. In der 45. Minute fiel das 1:0 für Bemerode, nach einem ebensolchen Befreiungsschlag von Robert Halamski. Tim Geburzi lief aufs Tor zu, legte den Ball mit Übersicht quer auf Rufus Giesel, der nur noch reinschieben musste. So ging es dann auch in die Pause. Nach Wiederanpfiff hatte der TSV gleich die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch Timo Lindemann schaffte es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Mühlenberg war sehr darauf bedacht aus allen Situationen Standards zu provozieren, die oft sehr gefährlich vor dem Bemeroder Keeper Hendrik Möller landeten. So war es dann auch in der 59. Minute, in der sich keiner für den zweiten Pfosten verantwortlich fühlte, und Benjamin Wegner nach Kopfballvorlage, nur noch einschieben musste. Mühlenberg spielte danach aggressiver und in der 67. Minute war es wiederum ein Freistoß, der für die Bemeroder Hintermannschaft zu schnell ausgeführt wurde. Bemerode rechnete wie gewohnt mit einem langen Ball. Der Ball wurde aber kurz auf den freistehenden Damian Trochymiuk gespielt, 1:2. In der 71. Min dezimierte Bemerode sich dann auch noch selbst. Nach einer dummen Grätsche im Niemandsland des Feldes kassierte Rufus Giesel die rote Karte, eine sehr harte, aber vertretbare Entscheidung. Bemerode musste jetzt mehr machen, kam aber nicht mehr richtig ins Spiel und Mühlenberg konterte die Gäste aus. Mit einem trockenem Schuss erzielte Michael Bauer das 1:3. Bemerode versuchte im Anschluss noch mal das Spiel zu drehen, doch Mühlenberg hatte eher die Gelegenheit, das Ergebnis weiter zu erhöhen. Bemerode gab aber nicht auf und nach einem langen Ball erzielte Timo Lindemann in der 89. Minute, nach Vorarbeit von Marvin Linke, noch den Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit gab es dann wieder einen langen Ball in den Mühlenberger Strafraum, der nicht geklärt werden konnte, Timo Lindemann schaltete am schnellsten und erzielte das 3:3. Der Linienrichter zeigte zur Mitte, doch der Schiedsrichter hatte was gesehen, was genau? Ein Foul? Gefährliches Spiel? So genau wusste es der Referee dann auch nicht mehr und entschied kein Tor. Verdient wäre es vielleicht nicht gewesen, ein klares Tor war es dennoch und alles lamentieren half nichts, der Schiedsrichter blieb dabei. Den Punkt hätte man gerne mitgenommen auch drei wären möglich gewesen, doch man verhielt sich in der 2. Halbzeit zu passiv.

Bemerode muss aufpassen nicht doch noch mal unten reinzurutschen. Am kommenden Sonntag, 3. April um 15.15 Uhr, geht es aber gleich weiter mit einem Heimspiel gegen den TSV Godshorn. Wir hoffen weiterhin auf die tolle Unterstützung unserer Fans und Freunde und auch alle Interessierten sind zu diesem Spiel gegen den favorisierten Tabellendritten und Aufstiegsaspiranten eingeladen. Eines steht fest, mit so einer Leistung wie am Ostermontag, wird es ähnlich enden wie bei der 4:0 Hinspielniederlage. Die Mannschaft, da bin ich mir sicher, wird aber wieder brennen und zeigen wollen, dass sie zurecht auf Tabellenplatz 5 steht, ein Kommen lohnt sich. 

Eure Erste


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Bericht: Julian Wohnrade