01. Februar 2021 / 17:21 Uhr

Ben Kettenbeil vom JFV Neuseenland gewinnt virtuellen Sachsenpokal

Ben Kettenbeil vom JFV Neuseenland gewinnt virtuellen Sachsenpokal

Marc Bohländer
Leipziger Volkszeitung
Auch eSportler Ben Kettenbeil (kleines Foto) befindet sich momentan im Home Office.
Nach dem Sieg visiert Ben Kettenbeil nun die nächste Runde im virtuellen DFB-Pokal an. © dpa/privat
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Nach dem Titel im "Finish-It-Cup" im Frühjahr 2020, hat Ben Kettenbeil nun das Finale der SFV-Landestrophy in FIFA 21 auf der PlayStation 4 gewonnen. Für den sächsischen Verband ist damit auch erstmal Schluss, denn weitere Turniere sind nicht geplant.

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Leipzig. Er hat wieder zugeschlagen: U17-Fußballer Ben Kettenbeil, der im echten Leben in der Landesliga für den JFV Neuseenland gegen den Ball tritt, hat das Finale der SFV-Landestrophy auf der Playstation 4-Konsole gewonnen. Bereits im Frühjahr 2020 hatte sich Kettenbeil den Titel beim inoffiziellen Vorgänger-Wettbewerb, dem „Finish-It-Cup“, gesichert.

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Und der Lohn aller Mühen kann sich wirklich sehen lassen: Ben Kettenbeil vertritt nun die sächsischen Farben beim ePokal des Deutschen Fußball-Bundes, der im Frühjahr in Berlin ausgetragen werden soll. Chris Rohde vom sächsischen Fußballverband, der in Sachsen Organisation den Hut auf hat, zeigte sich zufrieden: „Wir haben das Final Four live auf der Plattform ’Twitch’ gestreamt, das hat alles prima geklappt. Wir gratulieren Ben zum abermaligen Sieg und wünschen ihm nun viel Glück in der nächsten Runde des DFB-Pokals.“

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Doch der Reihe nach: Im Viertelfinale des Sachsen-Entscheids hatte sich Kettenbeil gegen den letzten verbliebenen Vertreter des FC Grimma mit 5:2 durchgesetzt. Der andere Favorit auf das Finale, Marcel Gramann vom FSV Zwickau, hatte bei seinem Duell mit dem SV Gebelzig deutlich mehr zu rudern – zog nach einem 3:2 aber ebenfalls in die Vorschlussrunde ein. Das Halbfinale wurde komplettiert von Florian Fietz (SV West 03 Leipzig) und einem Vertreter des Oberlungwitzer SV.

Erste eFootball-Saison läuft seit Herbst

Viele hatten es gemutmaßt, und so kam es dann auch: Im Finale trafen die Topfavoriten Kettenbeil und Gramann aufeinander. Ersterer schaltete im Semifinale den Leipziger Fietz mit 4:1 aus, Gramann kämpfte Oberlungwitz mit 2:1 virtuellen Buden nieder. Das Endspiel war dann wieder eine enge Kiste, in der sich der Konsolen-Künstler Kettenbeil knapp mit 3:2 Toren zum Champion des Freistaates krönte. Nun geht es Schlag auf Schlag, denn die nächste Runde des DFB-Pokals steht bereits in zwei Wochen an. Chris Rohde erklärt: „Der DFB wird rasch auf Ben zukommen, denn er muss nun noch zwei Mitspieler aktivieren, die mit ihm zusammen seinen Verein vertreten.“

Die erste eFootball-Saison mit zahlreichen regionalen Qualis läuft bereits seit dem vergangenen Herbst, jetzt wird es langsam ernst zwischen Flensburg und Oberammergau. Der DFB-ePokal umfasst die besagte online ausgetragene Qualifikation und danach drei weitere Runden: Vor- und Hauptrunde und schließlich das Finale. Online wird im 90er-Modus von „FIFA 21“ gespielt, sodass alle Kicker auf dem Bildschirm die gleiche Stärke haben und einzig das Vermögen des menschlichen Spielers entscheidend ist.

Für den sächsischen Verband ist damit erstmal wieder Schluss. Aber Organisator Chris Rohde betont: „Wir wollen auch in Zukunft eSports-Wettbewerbe anbieten. Akut geplant haben wir aber nichts. Logischerweise wäre es uns eh lieber, wenn wir die Aktivitäten bald wieder nach draußen auf den grünes Rasen verlagern können.“