22. Mai 2021 / 10:45 Uhr

Die Bender-Zwillinge, Alaba und Co.: Diese Stars verlassen die Bundesliga

Die Bender-Zwillinge, Alaba und Co.: Diese Stars verlassen die Bundesliga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Verlassen die Bundesliga am Saisonende: (von links) Lars und Sven Bender, David Alaba, Sami Khedira sowie Lukasz Piszczek
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Verlassen die Bundesliga am Saisonende: (von links) Lars und Sven Bender, David Alaba, Sami Khedira sowie Lukasz Piszczek . © dpa/Getty/IMAGO/David Inderlied/Kirchner-Media/pool (Montage)
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Die Bundesliga verliert nach dieser Saison einige bekannte Gesichter. Für Ex-Nationalspieler wie Lars und Sven Bender oder auch Sami Khedira ist im Sommer endgültig Schluss. Andere Spieler wie David Alaba suchen eine neue Herausforderung im Ausland. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick: Diese Stars verlassen die Bundesliga.

Für einige Publikumslieblinge wie die Bender-Zwillinge endet die Zeit in der Bundesliga. Andere Profis verlassen ihre Klubs nach intensiven Jahren. Beim FC Bayern steht der Abschied von drei Legenden bevor - David Alaba, Jérôme Boateng und Javi Martínez. Der letzte Bundesliga-Spieltag am Samstag wird für einige Spieler emotional. Eine Übersicht.

Die Bender-Zwillinge

Lars und Sven Bender machen Schluss. Die 32 Jahre alten Zwillinge aus Rosenheim in Diensten von Bayer Leverkusen müssen dabei auf einen gemeinsamen Farewell-Einsatz gegen Borussia Dortmund verzichten, da Lars verletzt ist. Immerhin Sven dürfte gegen seinen Ex-Klub noch einmal spielen. Laut Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes gehen mit den Benders, die mit dem deutschen Olympia-Team 2016 in Rio Silber gewannen, zwei "besondere Persönlichkeiten".

David Alaba

Der 28-jährige Österreicher verlässt den FC Bayern nach gescheiterten Vertragsverhandlungen mit den Münchner Bossen am Saisonende nach 13 Jahren. Der Abschied vom deutschen Rekordmeister sei "keine Entscheidung gegen den Verein gewesen", sagte der zweimalige Triple-Gewinner (2013, 2020) im vereinseigenen Klub-Magazin "51". Eigengewächs Alaba blickt auf "unglaublich schöne Jahre" in München zurück. "Ich bin als 16-Jähriger aus Wien hierhergekommen, und 13 Jahre später blicken wir auf fast die Hälfte meines Lebens zurück. Das sagt doch eigentlich alles. Der Verein ist meine Familie, meine Heimat, mein Zuhause", sagte der Österreicher, der mit zehn Meistertiteln gleichauf mit Thomas Müller deutscher Rekordmeister bei den Spielern ist.

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Javi Martínez

Für die damalige Bundesliga-Rekordsumme von 40 Millionen Euro verpflichtete der FC Bayern den Defensivallrounder im Jahr 2012 von Athletic Bilbao. Und genau dorthin könnte es den inzwischen 32-Jährigen nach dem Vertragsende in München wieder zurückziehen - eine Zukunft in der Bundesliga ist ausgeschlossen. "Javi war neun Jahre lang ein wichtiger Eckpfeiler unserer Mannschaft, die in dieser Zeit Historisches geleistet hat", sagte der zukünftige FCB-Vorstandschef Oliver Kahn. Der von Sportvorstand Hasan Salihamidzic als "Unterschiedsspieler" gelobte Martínez feierte mit den Münchnern acht Meisterschaften, fünf Pokalsiege, zwei Siege bei der Klub-WM und zwei Champions-League-Triumphe. "Ich habe diesen Verein gelebt, immer alles für ihn gegeben und bin sehr glücklich über die vielen Titel, die wir gemeinsam gewonnen haben", sagte der frühere Welt- und Europameister.

Sami Khedira

Seine gut vier Monate bei Hertha BSC waren nach Champions-League-Sieg und WM-Titel 2014 eine ungewohnte Erfahrung. "Ich war es immer gewohnt, in anderen Tabellenregionen zu spielen", sagte Khedira. Der WM-Sieg vor fast sieben Jahr war der Höhepunkt einer großen Karriere, samt Titelgewinnen mit dem VfB Stuttgart, Real Madrid und Juventus Turin. Etwas mehr als 300 Minuten spielte der 34-Jährige nun nur für die Hertha. In acht von 14 möglichen Partien war er dabei. Die volle Distanz stand er nie auf dem Platz. Fitnessproblem und Verletzungsrisiko, das waren schon die Argumente der Zweifler, als der Mittelfeldspieler im Winter in die Hauptstadt kam. In Turin hatte er in eineinhalb Jahren nur einmal gespielt, nachdem er sich unter anderem einer Herzoperation unterziehen musste. Im Sommer zieht sich Khedira erstmal zurück, will reisen und den nötigen Abstand zum Fußball bekommen, ehe er irgendwann in anderer Funktion irgendwo auf der Welt zurückkehrt.

Lukasz Piszczek

Mit dem Sieg im DFB-Pokal gegen RB Leipzig krönte der Pole eine durchaus erfolgreiche Ära beim Revierklub, mit dem er unter anderem zwei deutsche Meisterschaften und nun drei Pokalsiege feierte.Dass Piszczek, der in der laufenden Spielzeit auf insgesamt 18 Pflichtspiele und einen Treffer für den BVB kommt, seine Zeit bei den Westfalen mit einem Titel abschließt, habe der Defensiv-Routinier sich nicht ausmalen können. "Ich weiß, dass meine Karriere langsam zu Ende geht und so einen Höhepunkt hätte ich mir nicht erträumt", erklärte der 35-Jährige. Nach der Saison zieht es ihn zurück nach Polen. Piszczek möchte nun gerne bei seinem Heimatverein LKS Goczalkowice (5. Liga) weiterkicken. Dort engagiert sich auch sein Vater als Vize-Präsident. "Ich werde nach Polen zurückkehren und – nur zum Spaß – für meinen alten Klub spielen. Es hat nichts mehr mit Profifußball zu tun, ich werde mich dort einfach fit halten", so die BVB-Legende.


Oscar Wendt

Den Fan-Liebling zieht es zurück in seine schwedische Heimat. Nach zehn Jahren auf der Außenbahn in Mönchengladbach wechselt der Linksverteidiger im Sommer zurück zu seinem ersten Profiverein IFK Göteborg - mit Vertrag bis Ende 2022. "Es bedeutet mir viel, bei dem Verein, von dem ich schon als Kind Fan war und bei dem ich Profispieler geworden bin, ab Sommer die Möglichkeit zu bekommen, weiter Fußball zu spielen“, sagt Wendt. Der Defensivspieler kam 2011 vom FC Kopenhagen zur Borussia und absolvierte seitdem bislang 304 Pflichtspiele für die Gladbacher. Kein anderer ausländischer Profi war bislang öfter für die Borussia aktiv.

Theodor Gebre Selassie

Nach neun Jahren bei Werder Bremen verabschiedet sich der 34-Jährige in Richtung seiner Heimat Tschechien. Noch Ende Dezember wollte der Rechtsverteidiger nicht über seine Zukunft sprechen. "Ich würde es gerne noch für mich behalten", sagte Selassie damals. Doch vor wenigen Wochen hinterließ seine Frau eine deutliche Botschaft in ihrer Instagram-Story, die später wieder gelöscht wurde. "Last 17 days in Bremen" - "Die letzten 17 Tage in Bremen", hatte sie geschrieben. Gebre Selassie stand bis dato 297-mal für Werder auf dem Platz. Mit einer möglichen Relegation könnte der 34-Jährige noch die 300 voll machen.

Zukunft unklar

Bei den vier früheren Nationalspielern Jérôme Boateng (32/FC Bayern), Marcel Schmelzer (33/Borussia Dortmund), Christian Gentner (35/Union Berlin) und Gonzalo Castro (33/VfB Stuttgart) ist noch offen, wie es in der kommenden Saison weitergeht - das Quartett könnte weiter im deutschen Fußball-Oberhaus spielen. Möglicherweise gibt es in Mainz noch einen Bundesliga-Abschied. Der Vertrag von Robin Quaison läuft aus, ihn könnte es ins Ausland ziehen. Der Berater des schwedischen EM-Spielers schauen sich laut Kicker nicht nur in Europa, sondern auch in den Emiraten um. Mit 30 Treffern ist der Schwede alleiniger Mainzer Rekordtorschützen in der ersten Spielklasse.