18. Oktober 2020 / 21:02 Uhr

Benedikt Eckel schießt den SC Rinteln beim TuS SW Enzen zum Sieg

Benedikt Eckel schießt den SC Rinteln beim TuS SW Enzen zum Sieg

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Auch Zufallstore machen Spaß: Sinan Boga (rechts) leitet den Rintelner Treffer von Benedikt Eckel mit einem abgeblockten Schuss ein. © Uwe Kläfker
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Im Fußball muss man nicht das bessere Team sein, um zu gewinnen. Das hat der TuS SW Enzen gegen den SC Rinteln schmerzlich erfahren müssen.

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Weshalb der SC Rinteln seine Spiele, inzwischen fünf an der Zahl, gewinnt, haben sich schon einige Verlierer gefragt. Manchmal kann das Team von Trainer Uwe Oberländer tatsächlich wenig dazu, so wie gestern in Enzen. „Wir haben spielerisch voll enttäuscht, sind im Prinzip nur hinterhergelaufen. Enzen war die klar bessere Mannschaft“, räumte Rintelns Coach ein. „Aber im Fußball entscheiden nun mal die Tore – und wir haben das eine gemacht.“

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Das eine fiel auch noch aus dem berühmten Nichts. Benedikt Eckel kam nach einem Querschläger, Sinan Boga hatte zu einem der seltenen Rintelner Torschüsse angesetzt, sechs Meter vor dem Tor an den Ball und ließ Bjarne Mücke im Enzer Kasten keine Chance (33.).

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Gastgeber den SCR nicht an die Wand spielten. Nach guten ersten zehn Minuten der Rintelner übernahmen die Schwarz-Weißen das Kommando, das Spiel war otisch überlegen und phasenweise gut anzuschauen, blieb aber in der „Box“, dem Sechzehnmeterraum, meist harmlos und immer unvollendet. Sebastian Wagner, Bennet Blume oder Julius Buhr scheiterten mit ihren Versuchen. Und der SCR? Nach dem 1:0 luchste Julian Bedey Kevin Gottwald den Ball ab, scheiterte aber mit einem Heber (40.).

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Nach dem Seitenwechsel nahm der Druck aufs Rintelner Gehäuse zu. Nach einer Ecke scheiterte Laurids Schölzel, sein Schuss aus vier Metern strapazierte die Latte (49.). Als Max Gahr wenig später ein Luftloch trat und das sichere 2:0 der Gäste verpasste, wurde es eine einseitige Partie. „Mir hat manchmal die Aggressivität gefehlt. Wir spielen oft zu abwartend, kommen doch aus einer Position, aus der wir frei aufspielen können. Dann erwarte ich auch, dass Spaß dabei ist“, monierte SWE-Coach Fabian Stapel, der 20 Minuten vor dem Abpfiff im Angriff umstellte und Jan Köpper einwechselte. Der scheiterte mit einem Kopfball an SCR-Keeper Metin Yetiz (79.).

„Wir können uns bei unserem Keeper bedanken“, sagte Oberländer, denn der Neuzugang aus dem Auetal fischte einen „Hammer“ von Buhr aus dem unteren Eck (82.) und hielt auch gegen Kevin Wöbbeking aus kurzer Distanz (83.). „Zum Schluss war es nur noch Kampf“, sagte Oberländer. Wenn man solche Spiele gewinne, so der Coach, malte seine Träumerei aber nicht weiter aus, wurde wieder ernst: „Noch sind ja fünf Spiele zu absolvieren.“ Die Aufstiegsrunde ist für den Tabellenzweiten greifbar nah, während sich die Enzer auf einen knüppelharten Abstiegskampf einrichten dürfen.

SWE: B. Mücke, Blume, Schölzel, Kolb (76. Isaak), Wagner (60. Schwarze), Gottschalk, Faul (76. R. Mücke), Gottwald, Ruthmann (68. Köpper), Buhr, Wöbbeking.
SCR: Yetiz, Kütemeyer, Eckel, Obst, David Schrader, Boga, Bedey (90. Dominik Schrader), Hasani, Mena (84. Kirasic), Fahrenkamp, Gahr (65. Müller).