30. April 2021 / 08:45 Uhr

Höwedes fordert "Schulterschluss" auf Schalke — Verbleib von Kolasinac und Huntelaar "extrem wichtig"

Höwedes fordert "Schulterschluss" auf Schalke — Verbleib von Kolasinac und Huntelaar "extrem wichtig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wünscht sich Frieden zwischen Klub, Mannschaft und Fans: Ex-Kapitän Benedikt Höwedes.
Wünscht sich Frieden zwischen Klub, Mannschaft und Fans: Ex-Kapitän Benedikt Höwedes. © Marijan Murat/dpa
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Weltmeister Benedikt Höwedes hofft, dass sich die Lage bei seinem Ex-Klub Schalke 04 nach dem Abstieg wieder beruhigt - und, dass Sead Kolasinac und Klaas-Jan Huntelaar dem Verein erhalten bleiben. Der frühere Bundesliga-Manager Dieter Hoeneß hat S04 unterdessen für Versäumnisse in den vergangenen Jahren heftig kritisiert.

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Ex-Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes hat nach dem feststehenden Abstieg der Knappen und den Jagdszenen, die sich im Anschluss daran vor der Veltins Arena abgespielt hatten, einen demonstrativen Frieden zwischen Klub, Mannschaft und Anhängerschaft eingefordert. "Der Schulterschluss zu den Fans" sei in der aktuellen Situation das Wichtigste, so Höwedes gegenüber Sky.

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"Das hängt natürlich immer auch mit den Erfolgen der Mannschaft zusammen. Aber ich glaube, dass das unglaublich wichtig ist und ein wichtiger Baustein sein kann, um gemeinsam auch wieder zusammen zu wachsen und eine neue Geschichte zu schreiben - und zwar ganz unabhängig, wer kommt", sagte der Weltmeister von 2014 weiter. Es müsse von Spielerseite eine Bereitschaft gezeigt werden, "dass sich wirklich jeder für diesen Verein zerreißt, um den Verein schnellstmöglich wieder in die erste Liga zu holen", ergänzte er.

Höwedes über Huntelaar: "Brutaler Killer im Sechzehner"

Höwedes spricht sich zudem für einen Verbleib der in der Winterpause zurückgeholten Sead Kolasinac und Klaas-Jan Huntelaar aus. "Beide sind totale Teamplayer, gute Charaktere und sie gehen auch voran", sagte er. "Es ist wichtig für eine Mannschaft, dass du solche Leute dabei hast. Ich halte es für einen extrem wichtigen Schritt, die beiden Personen auch zu halten." Zwar könne man im Fall des 37 Jahre alten Huntelaar nicht erwarten, dass dieser jedes Spiel absolviert. "Aber erstens ist Hunter ist ein Top-Typ in der Kabine, geht immer voran und leitet auch junge Spieler mit an. Und zweitens ist er ein brutaler Killer im Sechzehner", ergänzte er.

Der ehemalige Nationalspieler und spätere Hertha-Manager Dieter Hoeneß hat unterdessen herbe Kritik an der Personalplanung von S04 geübt. Der designierte Zweitligist habe sich in den vergangenen Jahren "ohne Not selbst demontiert", urteilte der 68-Jährige gegenüber Bild.

Bei S04 seien "so viele Dinge seit Jahren schiefgegangen", so Hoeneß weiter. Er machte dies an der Personalie Alexander Nübel deutlich. "Da verlängert der Torwart seinen Vertrag nicht, verliert dadurch das Kapitänsamt und sitzt nur noch auf der Bank." Im vergangenen Sommer wechselte Nübel, der eine Offerte der Schalker zur Vertragsverlängerung ausgeschlagen hatte, zum FC Bayern, wo er an Manuel Neuer jedoch nicht vorbei kommt.

Dies sei "nur eines von vielen Beispielen" für Miss-Management bei den Knappen, monierte der Ex-Profi, der in seiner aktiven Karriere unter anderem für den VfB Stuttgart und den FC Bayern aktiv war und später als Manager bei Hertha BSC (2001-2010) und dem VfL Wolfsburg (2010/11) fungierte.

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Dieter Hoeneß hofft auf Schalke-Wiederaufstieg

Nun muss der neue Sportvorstand Peter Knäbel zum ersten Mal seit Anfang der 1990er wieder einen Schalker Zweitliga-Kader zusammenstellen. "Ich hoffe, sie finden zu alter Stärke zurück, holen Spieler, die in den Pott passen und schaffen die schnelle Rückkehr", sagte der jüngere Bruder von Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Vater des aktuellen Hoffenheim-Trainers Sebastian Hoeneß. Schließlich gehöre S04 "einfach in die Bundesliga".