07. Januar 2022 / 15:51 Uhr

Benjamin Duda ist neuer Trainer beim Regionalliga-Spitzenclub Berliner AK

Benjamin Duda ist neuer Trainer beim Regionalliga-Spitzenclub Berliner AK

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Benjamin Duda gibt ab sofort beim Regionalliga-Spitzenclub Berliner AK die Richtung an.
Benjamin Duda gibt ab sofort beim Regionalliga-Spitzenclub Berliner AK die Richtung an. © CHRISTIAN HANKE
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Von Halberstadt nach Berlin: Der Peiner Benjamin Duda hat die kurzfristig frei gewordene Trainerstelle beim Regionalligisten Berliner AK übernommen. Er sieht beim Tabellendritten das Potenzial, um den Aufstieg in die dritte Liga mitzuspielen.

Der Peiner Benjamin Duda hat einen neuen Trainerjob. Nach einem halben Jahr beim Fußball-Regionalligisten Germania Halberstadt hat er jetzt den Staffelkonkurrenten Berliner Athletik Klub übernommen, der zurzeit Tabellendritter ist. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum Sommer 2023, der auch für die dritte Liga gilt.

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„Es ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung für mich. Ich gehe vom Tabellenfünfzehnten zum Tabellendritten, der das Potenzial hat, bis zum Saisonende oben mitzuspielen“, sagt Duda. Den Job als Sportlehrer in der Burgschule kann er nicht mehr ausüben, wird aber den Hauptwohnsitz in Peine behalten.

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„In den ersten Tagen bin ich im Hotel untergebracht, dann haben wir ein zehntägiges Trainingslager in der Türkei, und dann bekomme ich ein Ein-Zimmer-Appartement vom Verein zur Verfügung gestellt“, sagt der 33-Jährige.


Der Wechsel von Halberstadt nach Berlin Moabit ist nicht im Streit erfolgt. Zwar bedauern die Halberstädter ausdrücklich Dudas Abgang, konnten aber kurzfristig Andreas Petersen reaktivieren. Der Vater von Bundesliga-Profi Nils Petersen (SC Freiburg) hatte den Club aus Sachsen-Anhalt bereits von 2007 bis 2012 sowie von 2016 bis 2018 trainiert. In der Saison 2018/19 war er als Sportdirektor in Halberstadt tätig.

Mit Benjamin Duda, der eine Ausstiegsklausel nutzte, habe es faire und offene Gespräche gegeben, teilen die Halberstädter mit und bedanken sich ausdrücklich für dessen Arbeit. Der Berliner AK bedankt sich seinerseits bei Germania Halberstadt „für die Zustimmung und die positiven Gespräche“.

Als „offen, ehrlich und verständnisvoll“ bezeichnet Duda die Gespräche mit den Verantwortlichen in Halberstadt. Am Donnerstag hatte er sich dort bei der Mannschaft verabschiedet.

Die Berliner mussten handeln, weil Trainer André Meyer nach anderthalb Jahren beim BAK zum Drittligisten Hallescher FC gewechselt ist, wo Florian Schnorrenberg im Dezember beurlaubt worden war. „Wir haben in der kurzen Zeit mit vielen Trainern gesprochen und haben bei Benjamin Duda ein sehr gutes Gefühl entwickelt. Er passt hervorragend ins gesuchte Trainerprofil. Benjamin ist jung, hungrig, dynamisch und passt zu unseren Ideen sowie Erwartungen bis 2023/2024“, sagte BAK-Vereinspräsident Ebubekir Han.

Benjamin Duda hatte beim VfB Peine gespielt und war dort Jugendtrainer. Anschließend war er sechs Jahre lang im Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Braunschweig tätig. Dort trainierte er unter anderem die U17-Bundesligamannschaft. In den Spielzeiten 2019/20 sowie 2020/21 arbeitete er als Cheftrainer beim Nord-Regionalligisten VFV Hildesheim. Im Sommer 2021 wechselte er zu Germania Halberstadt. Vorher war der Peiner als Nachfolger von Jan Zimmermann beim TSV Havelse im Gespräch, der dann in die dritte Liga aufgestiegen ist. Duda ist A-Lizenz Inhaber und Anwärter zum Fußball-Lehrer.

Am 22. Januar steht im Landespokal beim SV Empor Berlin das erste Pflichtspiel für Duda als BAK-Trainer an. Und am 13. März tritt er mit den Berlinern in der Liga bei seinem Ex-Verein in Halberstadt an. „Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt“, sagt der Peiner. „Für mich als Trainer ist das aber ein Novum.“

Von Matthias Press