13. August 2021 / 14:50 Uhr

Bennet Wengler spielt jetzt beim MSV Zossen und löst damit ein Versprechen ein

Bennet Wengler spielt jetzt beim MSV Zossen und löst damit ein Versprechen ein

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Bennet Wengler (l.) wirkte beim MSV Zossen 07 bereits beim Testspiel bei seinem ehemaligen Verein SG Schulzendorf mit. 
Bennet Wengler (l.) wirkte beim MSV Zossen 07 bereits beim Testspiel bei seinem ehemaligen Verein SG Schulzendorf mit. © Oliver Schwandt
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Landesklasse Ost: Der Angreifer kommt vom Landesligisten SG Großziethen zum Team von Trainer Sven Schröder. Zum Auftakt der Saison 2021/22 bekommt es der MSV mit dem MTV Wünsdorf zu tun.

Mit einem Derby beim MTV Wünsdorf 1910 startet der MSV Zossen 07 am Sonnabend um 15 Uhr in die neue Fußball-Landesklasse-Saison. „Wir freuen uns auf das Spiel in Wünsdorf und vor allem, dass es nach so langer Zeit wieder um Punkte geht“, sagte MSV-Trainer Sven Schröder. „Unser Stadtderby ist immer etwas Besonderes und natürlich ein Highlight in jeder Saison. Man kennt sich gut – auch außerhalb des Platzes.“ Die Partie wird um 15 Uhr angepfiffen.

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Die letzte Begegnung im vergangenen Herbst in Wünsdorf hatten 230 Zuschauer verfolgt. „Unsere Jungs haben in der Vorbereitung sehr gut mitgezogen“, informiert Schröder weiter, „und an einem Strang gezogen. Die fehlenden Spieler können wir dank unseres großen, ausgeglichenen Kaders top ersetzten und erwarten ein enges Spiel, in dem es kein Favoriten gibt“.

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MTV-Coach Marcel Ciecelski fiebert der Partie ebenfalls entgegen. „Jeder hier weiß um die Brisanz dieses Duells. Wir versprechen einen heißen Tanz auf dem altehrwürdigen Burgberg“, kündigte er an. „Im Gegensatz zum MSV haben wir einen verhältnismäßig kleinen Kader und sind bisher noch ohne Pflichtspiel, während Zossen schon im zu Ende gebrachten Kreispokal der Vorsaison angetreten ist. Aus unserer Sicht sind sie ganz klar in der Favoritenrolle.“


Auf einen Einsatz in der ersten Elf hofft bei den Gästen Angreifer Bennet Wengler, der nach einem kurzem Intermezzo beim Süd-Landesligisten SG Großziethen nach Zossen gewechselt ist. „Mit MSV-Trainer Sven Schröder stehe ich schon seit vielen Jahren in Kontakt. Als ich noch in Schulzendorf spielte, gab ich ihm das Versprechen, irgendwann einmal in Zossen zu spielen. Mit meinem Wechsel dorthin habe ich dieses eingelöst“, so der Stürmer. Bereits am vergangenen Sonntag absolvierte er sein erstes Pflichtspiel für seinen neuen Verein. Beim Kreisoberligamatch der zweiten Mannschaft beim SC Blau-Weiß Schenkendorf stand er 66 Minuten lang auf dem Feld. Ein Treffer gelang ihm beim 3:1-Erfolg der Zossener noch nicht.

Von Hertha BSC IV nach Schulzendorf

Auf diesen hofft der Stürmer in der Partie gegen Wünsdorf. „Wenn mich der Trainer aufstellen sollte, dann werde ich mich voll und ganz reinhauen, damit wir mit einem Dreier in die neue Spielzeit starten. Sollte ich kein Tor erzielen, wir aber das Derby gewinnen, dann bin ich ebenfalls sehr zufrieden“, so Wengler.

Seit der Saison 2017/18 spielt der Angreifer im Fußballkreis Dahme/Fläming. Von Hertha BSC IV kommend schloss er sich vor vier Jahren dem Kreisoberligisten SG Schulzendorf an. Für diese Mannschaft absolvierte der 28-Jährige 67 Begegnungen und schoss dabei 54 Tore. In der Winterpause der Serie 2019/20 versuchte Wengler sein Glück beim Landesligisten SV Frankonia Wernsdorf, lief dort coronabedingt aber nur sieben Mal auf. Ein Tor erzielte er in diesen Spielen nicht. „In Wernsdorf war es sehr schwierig, mich gegen das Top-Sturmduo Roland Richter und Gordan Griebsch zu behaupten. Aber die Zeit unter Trainer Norbert Welzel hat mir sehr viel Spaß gemacht“, sagt Wengler, der anschließend bei der SG Großziethen anheuerte, für die er keine Pflichtpartie absolvierte.

Nur zwei Testspiele für die SG Großziethen bestritten

„Wegen der Coronapause konnten wir ja keine Punktspiele bestreiten. Training fand ja auch fast nur individuell statt. Für die SGG lief ich nur in zwei Testspielen auf“, sagte Wengler, der auch noch gleich den Grund nannte, warum er die SG Großziethen so schnell wieder verlassen hat.

„Ich denke, das Gemeinschaftsgefüge ist in Zossen deutlich besser, als es bei der SG der Fall ist. Das habe ich beim Team von Sven Schröder vom ersten Tag an gemerkt, das mich so richtig herzlich aufgenommen hat“, erzählte Wengler. Mit einem Spieler vom MSV wird er eventuell um einen Stammplatz kämpfen müssen, denn mit Domenic Engel spielte er bereits in der MAZ-Auswahl zusammen. „Domenic ist ein toller Typ, der brandgefährlich vor dem gegnerischen Tor ist. Ich freue mich auf die Partien an seiner Seite.“