11. Februar 2019 / 17:21 Uhr

Bergfelder B-Junioren: In sechs Monaten vom Aufsteiger zum Spitzenteam

Bergfelder B-Junioren: In sechs Monaten vom Aufsteiger zum Spitzenteam

Knut Hagedorn
Märkische Allgemeine Zeitung
Die B-Junioren-Fußballer von Grün-Weiß Bergfelde.
Die B-Junioren-Fußballer von Grün-Weiß Bergfelde. © Privat
Anzeige

Fußballkreis Oberhavel/Barnim: B-Junioren-Fußballer des SV Grün-Weiß Bergfelde sorgen für Furore in der Brandenburgliga. Trainer Axel Büchle erklärt, was seine Jungs so stark macht. 

Anzeige
Anzeige

So richtig wusste Trainer Axel Büchle im Sommer des Vorjahres nicht, was seine B-Jugendmannschaft im anstehenden Punktspieljahr erwarten würde. „Wir werden schauen, dass wir uns schnell an die Liga gewöhnen und unsere nötigen Punkte einsammeln“, gab der Cheftrainer damals zu Protokoll. Die Nachwuchskicker des SV Grün-Weiß Bergfelde standen vor ihrer Premierensaison in der Brandenburgliga, der höchsten Landesspielklasse, und es warteten nun Gegner wie der FC Energie Cottbus, der SV Babelsberg 03 oder der 1. FC Frankfurt/Oder auf den Aufsteiger.

Sechs Monate später mag man seinen Augen kaum trauen: Die Truppe des 55-Jährigen liegt nach dem Abschluss der Hinrunde auf einem sensationellen zweiten Tabellenplatz, nur die Nachwuchskicker des Drittligisten aus Cottbus liegen noch vor den Bergfeldern. Dazu steht das Team vom Trainerduo Büchle und Karsten Mielke im Viertelfinale des Landespokalwettbewerbs. „Es war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass es so gut läuft. Aber ich muss sagen, der zweite Platz ist rückblickend auch total verdient, da wir sogar noch einige Punkte unnötig liegen gelassen haben“, sagt Büchle zufrieden, der dann doch einen Kritikpunkt findet: „Mich ärgert schon, dass wir hinter Energie Cottbus liegen“, sagt er – natürlich mit einem Augenzwinkern.

Als wichtigen Erfolgsschlüssel sieht Axel Büchle, der das Team seit Januar 2018 betreut, vor allem den gelungenen Saisonstart. „Wir sind gut reingekommen, hatten gleich Erfolgserlebnisse. Das war wichtig. Generell muss man sagen, wenn wir alle Mann an Bord haben, brauchen wir uns vor keinem in der Liga zu verstecken.“ Als größte taktische Waffe sieht das Trainergespann das eigene Umkehrspiel an. „Wir haben sehr flinke Leute und kommen so zu vielen Treffer. Uns liegt es, eher aus einer Art Kontertaktik zu kommen, wenn wir das Spiel selbst gestalten müssen, haben wir noch Probleme“, so Büchle, der auch viele Jahre lang sehr erfolgreich im Nachwuchs des Oranienburger FC Eintracht arbeitete.

Das sind die wichtigsten Wintertransfers Brandenburgs 2018/19

Die Sportbuzzer-Wechselbörse Zur Galerie
Die Sportbuzzer-Wechselbörse ©
Anzeige
LESENSWERT

Als Gerüst seines Teams sieht der erfahrene Coach Spieler wie Luis und Lewin Winter, Loris Hagendorf oder auch Moritz Reimann, der mit neun Treffern auch bester Torschütze seines Teams ist. Ein besonderes Lob bekommt Torhüter Niklas Schlenger von Büchle: „Der Junge hat sicherlich den größten Sprung von allen gemacht, hat sich super entwickelt.“ Aber auch die Mischung aus dem älteren Jahrgang und den jüngeren B-Juniorenspielern stimme, so Büchle. „Gerade die Jungs aus der C-Jugend haben sich super eingefunden und sich schnell an die Brandenburgliga gewöhnt.“

Beeindruckend ist auch die Herangehensweise des Aufsteigers an die neue, bis dato unbekannte Liga. Mit nur zehn gelben Karten gehört das Bergfelder Team auch noch zu den fairsten Teams der Liga, eher ungewöhnlich für einen Aufsteiger. „Manchmal treten wir sogar noch zu lieb und fair auf, aber das ist das Naturell der Jungs. Das sind alles ganz ruhige Typen, die auch selber großen Wert auf sportliche Fairness legen“, beschreibt Axel Büchle den Charakter seiner Schützlinge.

Mehr Oberhavel-Fußball

Im Vorderfeld der Brandenburgliga möchte das erfahrene Trainergespann schon bleiben. „Ich denke, ein Platz unter den besten Fünf wäre super, wichtig ist dabei, gut aus den Startlöchern zu kommen. Ich denke, einige Teams werden uns nun auch mit anderen Augen betrachten und uns vielleicht nicht mehr unterschätzen.“ Sorge, dass nun Begehrlichkeiten geweckt sind und das Team aufgrund Anfragen anderer Vereine zerfällt, hat Büchle nicht. „Klar gab und gibt es solche Abwerbungsversuche, aber warum sollen die Jungs aktuell gehen? Sportlich gäbe es dafür keinen Grund.“

Und da wäre ja noch der Landespokal, in dem die Grün-Weißen im Viertelfinale stehen und dort beim Landesklassen-Vertreter RSV Eintracht II durchaus auch die Chance auf den Halbfinaleinzug haben. „Na klar träumt man so ein bisschen vom Finaleinzug, ich habe das mal mit dem Oranienburger FC Eintracht geschafft, das war super. Aber wir müssen nun erstmal die Aufgabe im Viertelfinale bewältigen, da sollten wir auf der Hut sein und hochkonzentriert agieren. Danach dürften dann die großen Brocken kommen. Und dann wird es eh verdammt schwer.“

ANZEIGE: 50% auf Trainingsset! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt