23. Januar 2021 / 21:18 Uhr

Bericht: Entlassung von Bruno Labbadia bei Hertha BSC beschlossen - Trainer reagiert

Bericht: Entlassung von Bruno Labbadia bei Hertha BSC beschlossen - Trainer reagiert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bruno Labbadia steht bei Hertha BSC offenbar vor dem Aus. Der Trainer reagiert.
Bruno Labbadia steht bei Hertha BSC offenbar vor dem Aus. Der Trainer reagiert. © imago images/Contrast
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Die Entlassung von Bruno Labbadia bei Hertha BSC ist der "Bild" zufolge beschlossene Sache. Der Trainer reagiert nach dem 1:4 gegen Werder Bremen auf den Bericht, auch Manager Michael Preetz äußerte sich.

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Bruno Labbadia steht bei Hertha BSC offenbar vor dem Aus. Wie die Bild unmittelbar nach der 1:4-Niederlage am Samstagabend gegen Werder Bremen berichtete, sei die Entlassung des Trainers bei den Berlinern beschlossene Sache. Labbadia äußerte sich zeitgleich in einem Sky-Interview. "Ich bin in solchen Situationen sachlich", meinte der Coach und verwies darauf, dass er mit den Klubverantwortlichen "permanent im Austausch" sei: "Wenn Gesprächsbedarf da ist, setzen wir uns auch morgen zusammen. Wir können nur intensiv arbeiten. Wenn die Ergebnisse fehlen, ist es normal, dass der Trainer in der Kritik steht."

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Bei der Analyse der in der Höhe deutlichen Niederlage gegen Werder meinte Labbadia: "Wir kassieren zu einfache Tore und vergeben zu viele Chancen. Das nervt total. Wir sind extrem enttäuscht. Normalerweise bekommt man gegen Werder Bremen nicht so viele Torchancen. Wir haben sie aber nicht genutzt." Tatsächlich wehrten sich die Berliner gegen die Niederlage und hätten durchaus öfter treffen können, doch der Ball wollte zum wiederholten Mal nicht ins gegnerische Netz - selbst nicht vom Elfmeterpunkt. Wie schon Krzysztof Piatek unter der Woche beim 0:3 gegen die TSG Hoffenheim verschoss am Samstag auch Matheus Cunha (22.).

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"Natürlich fehlen uns allen die Argumente. Wir sind die Letzten, die etwas schönreden", sagte Labbadia, der die Mannschaft April 2020 von Interimscoach Alexander Nouri übernommen hatte. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte der Berliner Coach: "Wir liegen am Boden, muss man klar sagen. Es ist schwierig zu erklären." Trotz hoher Investitionen seit dem Einstieg von Geldgeber Lars Windhorst im Sommer 2019 vermochte es aber auch Labbadia bislang nicht, aus Einzelkönnern eine Mannschaft zu formen. In der Bundesliga-Tabelle könnte die Hertha bei einem Kölner Sieg am Sonntag bei der TSG Hoffenheim auf den 15. Platz zurückfallen. In den vergangenen acht Spielen war der Hertha nur ein Sieg gelungen. Labbadia: "Es ist eine Scheiß-Situation."

Preetz kann Labbadia-Entlassung nicht bestätigen

Manager Michael Preetz bestätigte die vermeintlich bevorstehende Trennung im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF nicht. "Ich stehe im Stadion unmittelbar nach dem Spiel. Wir haben in der Kabine zusammengesessen und haben nicht über irgendwelche Entscheidungen diskutiert. Insofern kann ich das nicht bestätigen“, sagte der 53-Jährige, der selbst schwer in die Kritik geraten ist. Vor dem Spiel gegen Werder hatten rund 250 Fans vor dem Olympiastadion demonstriert und seinen Rücktritt gefordert. Labbadia glaubt nach seinen bisherigen Erfahrungen in Berlin fest daran, dass der Verein im Falle einer Entlassung "bevor man damit an die Öffentlichkeit geht, zu mir kommen wird", sagte der Trainer auf der PK.