14. Mai 2021 / 22:19 Uhr

Berichte: Fenerbahce Istanbul buhlt um Joachim Löw – erste Gespräche mit Özil-Klub?

Berichte: Fenerbahce Istanbul buhlt um Joachim Löw – erste Gespräche mit Özil-Klub?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw soll bei Fenerbahce Istanbul im Fokus stehen.
Bundestrainer Joachim Löw soll bei Fenerbahce Istanbul im Fokus stehen. © Getty Images/IMAGO/Seskim Photo (Montage)
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Wechselt Bundestrainer Joachim Löw direkt nach der Europameisterschaft in die Türkei? Am Freitag berichteten zahlreiche türkische Medien über das angebliche Interesse von Fenerbahce Istanbul an Löw. Sogar erste Gespräche soll es schon gegeben haben.

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Das Ende der kommenden Europameisterschaft (11. Juni bis 11.Juli) geht mit dem Ende einer Ära einher: Nach fast 15 Jahren im Amt wird Joachim Löw als Bundestrainer zurücktreten. Der Weltmeister-Coach von 2014 war so lange im Amt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass Löw vor seiner DFB-Karriere tatsächlich ein erfolgreicher Vereinstrainer war. 1997 gewann er etwa als Cheftrainer des VfB Stuttgart (im Amt von 1996 bis 1998) den DFB-Pokal. Nach seinem Engagement bei den Schwaben wechselte der heute 61-Jährige zum türkischen Topklub Fenerbahce Istanbul – zieht es Löw nun wieder in die Türkei? Die Gerüchte über eine zweite Amtszeit des DFB-Coaches bei "Fener" halten sich wacker – und haben nun durch aktuelle Medienberichte vom Bosporus neues Futter erhalten.

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So berichtet die Zeitung Fanatik, dass Vereinspräsident Ali Koc den (Noch-) Bundestrainer wieder in die Türkei holen will – vor allem, um seine Wiederwahl mit einem solchen Toptransfer abzusichern. Löw gelte demnach als Kandidat Nummer eins, noch vor dem aktuellen Interimstrainer Emre Belözoglu. Auch die Boulevardzeitung Posta greift das Löw-Gerücht auf. Demzufolge habe es sogar schon Gespräche zwischen dem deutschen Trainer und den Verein gegeben. Bereits in der Saison 1998/99 war Löw am Bosporus tätig, wurde mit dem Klub Dritter in der türkischen Süper Lig. Nun könnte er die gewünschte große Lösung sein, die den traditionsreichen Verein in eine erfolgreiche Zukunft führen soll. Im März berichtete bereits die Bild über ein Fenerbahce-Interesse an Löw.

Löw würde bei Fenerbahce wieder auf Mesut Özil treffen

Ein Wechsel vom DFB nach Istanbul wäre nicht ohne Brisanz, denn Löw würde am Bosporus auf Mesut Özil treffen, der nach dem Fiasko der WM 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten war. Zu einer Aussprache mit dem Bundestrainer oder DFB-Direktor Oliver Bierhoff war es seither nicht gekommen. Özil war im Januar ablösefrei vom FC Arsenal zu Fenerbahce gewechselt.

Ob für Löw eine Rückkehr in die Türkei, wo er außerdem für Adanaspor (2000/01) tätig war, nach 15 Jahren als Bundestrainer vorstellbar wäre, ist nicht bekannt. Klar ist allerdings, dass er nach seiner Zeit als DFB-Verantwortlicher weiterhin als Trainer arbeiten will. "Dafür macht mir ja alles irgendwie zu viel Freude. Da habe ich schon noch eine große Motivation", sagte Löw im März. Logischerweise werde er nach 15 Jahren im Bundestraineramt zunächst eine Pause einlegen, "weil so ein Turnier immer auch in die neue Saison der Vereine hineingeht", sagte Löw am Samstag. Da brauche er "auch mal einen emotionalen Abstand. Aber vorstellbar ist einiges", sagte der Weltmeistercoach von 2014 zu seiner noch offenen Zukunft.

Bierhoff traut Löw den Schritt ins Ausland zu. "Wenn ich sehe, welche Karriere er hatte, sehe ich ihn eigentlich wenn dann eher bei einem Verein im Ausland. Er liebt guten Fußball – den hast du natürlich bei Barcelona oder Madrid", sagte Bierhoff gegenüber dem Podcast Phrasenmäher, den die Bild am Dienstag veröffentlichte.