23. Juni 2020 / 18:33 Uhr

Bericht: FIFA plant zwei WM-Turniere im Jahr 2022 - in Katar und China

Bericht: FIFA plant zwei WM-Turniere im Jahr 2022 - in Katar und China

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Stadion in Doha (li.) ist Spielort bei der WM 2022, das in Jinan (r.) bei der Klub-WM.
Das Stadion in Doha (li.) ist Spielort bei der WM 2022, das in Jinan (r.) bei der Klub-WM. © imago images/AFLOSPORT (Montage)
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Das Jahr 2022 könnte zum Super-Fußballjahr werden. Wie die spanische "Marca" berichtet, plant der Fußball-Weltverband FIFA aktuell mit der Austragung von zwei Weltmeisterschaften in nur einem Jahr. Eine für die Klubs im Sommer und eine für die Nationalmannschaften im Winter.

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Die Corona-Pandemie hat den Fußball-Kalender bereits mächtig durchgewirbelt: Die für dieses Jahr geplante Europameisterschaft ist ins kommende Jahr verschoben worden, die Champions League wird erst im August fortgesetzt - und die neue Bundesliga-Saison beginnt erst im September. Und das ist noch längst nicht alles: Nach Informationen der spanischen Zeitung Marca plant die FIFA wegen des Corona-Chaos aktuell gleich mit zwei Weltmeisterschaften im Jahr 2022. Eine für die Klubs im Sommer in China, dazu das traditionelle Turnier für Nationalmannschaften, das im November und Dezember in Katar stattfinden wird.

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Dem Bericht zufolge soll FIFA-Boss Gianni Infantino diesen Vorschlag unterstützen. Die reformierte Klub-WM sollte eigentlich im Sommer 2021 debütieren - aufgrund der Verlegungen der Europameisterschaft und der Olympischen Spiele ist dann allerdings kein Platz mehr im Kalender für das Vorzeige-Projekt des FIFA-Präsidenten. Also bietet sich der Sommer 2022 an, da die WM der Nationalmannschaften aufgrund des Klimas in Katar erst im Winter stattfinden kann. Infantino soll die Ligen bereits darum gebeten haben, sich die Sommer-Termine freizuhalten.

Klub-WM: Sieger soll über 100 Millionen Euro erhalten

Die neue Klub-WM ersetzt den abgeschafften Confederations Cup, den Deutschland 2017 in Russland als letztes Team gewann, und sollte nach dem Stand vor Ausbruch der Corona-Pandemie in acht Stadien in China im Juni/Juli 2021 ausgetragen werden. Europäische Teams werden laut übereinstimmenden Medienberichten acht der 24 Teilnehmerplätze (die vier letzten Champions-League-Sieger plus die vier besten Teams der UEFA-Rangliste) erhalten. Aus Südamerika sollen sich sechs Teams qualifizieren. Die restlichen neun Plätze werden demnach unter Asien, Afrika und Ozeanien aufgeteilt. Auch der nationale Meister des Gastgeberlandes soll einen Startplatz erhalten.

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Und das ganze könnte sich für die Klubs auch finanziell lohnen: Laut ZDF-Bericht von Mitte Februar sollen die teilnehmenden Teams eine Antrittsprämie von 50 Millionen US-Dollar erhalten. Der neue Klub-Weltmeister soll sogar 115 Millionen Dollar Siegprämie (umgerechnet 106 Millionen Euro) kassieren - und wird damit sein Transfer-Budget für die dann bald startende Saison massiv aufbessern.