18. Juni 2020 / 06:38 Uhr

Bericht: Hummels, Bender & Co gründen Bündnis für Mitbestimmung im Fußball - "Wurden oft übergangen"

Bericht: Hummels, Bender & Co gründen Bündnis für Mitbestimmung im Fußball - "Wurden oft übergangen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mats Hummels (BVB, groß), Alexandra Popp (VfL Wolfsburg, oben) und Sven Bender (Bayer Leverkusen, unten) gehören zu den Profis, die eine Interessenvertretung gegründet haben. 
Mats Hummels (BVB, groß), Alexandra Popp (VfL Wolfsburg, oben) und Sven Bender (Bayer Leverkusen, unten) gehören zu den Profis, die eine Interessenvertretung gegründet haben.  © imago images/Jan Huebner
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Mehrere Fußball-Profis um Mats Hummels, Sven Bender und Neven Subotic haben eine Interessensvertretung gegründet, die bei zukünftigen Entscheidungen von den Klubs und der DFL einbezogen werden will. Wie der "Kicker" berichtet soll damit eine "dritte Macht" im Profi-Geschäft entstehen. 

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Fußball-Profis aus den drei deutschen Profiligen und der Frauen-Bundesliga haben sich nach Informationen des Kicker zu einer neuen Interessensvertretung zusammengeschlossen. Unter anderem Weltmeister Mats Hummels von Borussia Dortmund, Sven Bender von Bayer Leverkusen, Neven Subotic von Union Berlin und Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg wollen mit dem Bündnis dafür sorgen, dass Spieler bei zukünftigen Entscheidungen von den Klubs und der DFL einbezogen werden.

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"Ich finde es wichtig, dass Spieler eine Stimme bekommen - und zwar über die 1. Bundesliga hinaus“, sagte Hummels dem Fachmagazin. "Wir wurden zuletzt oft übergangen, umso nötiger ist es, dass wir künftig unsere Stimme aktiv einbringen.“ Das Netzwerk will demnach noch in dieser Woche an die Öffentlichkeit gehen.

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Augsburgs Torwart Andreas Luthe erklärte: "Es gibt drei Player in der Bundesliga, die DFL als Dachorganisation, die Vereine und die Spieler. Die Maßnahmen werden aber nur von zwei Playern beschlossen. Wir als Spieler sind ganz, ganz hinten in der Kette und haben dafür zu sorgen, dass Fußball gespielt wird.

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Auslöser für die Gründung jetzt war offensichtlich auch der Umgang mit den Spielern in der Corona-Krise. Sören Gonther von Erzgebirge Aue sagte: "Wenn es eine Taskforce Fußball gibt, muss an diesem Tisch ein Spieler sitzen. Und wenn man über ein Hygiene-Konzept redet, müssen Spieler dazu befragt werden. Das darf nicht über unsere Köpfe hinweg entschieden werden.“