10. Mai 2020 / 16:43 Uhr

Bestätigt: Jens Lehmann wird Aufsichtsrat bei Hertha BSC – als Klinsmann-Nachfolger

Bestätigt: Jens Lehmann wird Aufsichtsrat bei Hertha BSC – als Klinsmann-Nachfolger

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann (l.) rückt offenbar als Nachfolger von Jürgen Klinsmann in den Aufsichtsrat von Hertha BSC.
Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann (l.) rückt offenbar als Nachfolger von Jürgen Klinsmann in den Aufsichtsrat von Hertha BSC. © imago images/Montage
Anzeige

Hertha BSC ist offenbar ein spektakulärer Coup geglückt. Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann wird Nachfolger von Jürgen Klinsmann und einen Platz im Aufsichtsrat von Hertha BSC einnehmen. Auch Klopp-Berater Marc Kosicke wird dem Gremium künftig angehören. Das bestätigte ein Sprecher von Investor Lars Windhorst.

Anzeige
Anzeige

Der nächste Paukenschlag bei Hertha BSC: Jens Lehmann wird künftig einen Platz im Aufsichtsrat der Berliner einnehmen - und damit direkter Nachfolger von Jürgen Klinsmann, der den Verein Anfang des Jahres plötzlich und in spektakulärer Art und Weise verlassen hatte. Der 50 Jahre alte Ex-Nationaltorwart soll im Aufsichtsrat für sportliche Fragen zuständig sein. Das bestätigte ein Sprecher von Hertha-Investor Lars Windhorst. Zunächst hatten Bild und Sport Bild berichtet.

Mehr vom SPORTBUZZER

Und Lehmann kommt nicht allein nach Berlin: Marc Kosicke, unter anderem Berater von Jürgen Klopp und Julian Nagelsmann, wird ab sofort ebenfalls das Gremium verstärken.

Für Lehmann ist es der erste Job als Funktionär. Nach dem Ende seiner Karriere hatte der frühere National-Torwart als Co-Trainer des FC Arsenal und im vergangenen Jahr für wenige Monate unter Ex-Coach Manuel Baum beim FC Augsburg gearbeitet. Kurios: schon einmal folgte der eine auf den anderen - allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Als Lehmann im Frühjahr 2019 beim FCA einstieg, wurde Klinsmann sein Nachfolger als Experte beim TV-Sender RTL. Auch diesen Job ist der Ex-Bundestrainer mittlerweile wieder los.

Vom Hoffnungsträger zum Unruhestifter: Die Chaos-Chronologie von Klinsmann bei Hertha BSC

Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! Zur Galerie
Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! ©

Klinsmann war auch Aufsichtsratsmitglied

Bei der Hertha war Klinsmann nun Lehmanns Vorgänger, der nach seinem geräuschvollen und insgesamt wenig ruhmreichen Rücktritt als Trainer von Hertha BSC nach nur 76 Tagen und dem Leak von bitterbösen Protokollen gegen seinen Ex-Arbeitgeber schwer in der Kritik stand. Klinsmann war ebenfalls zunächst in den Aufsichtsrat berufen worden, bevor man ihn zum Trainer machte.

„Das Angebot von Lars Windhorst, an der weiteren Entwicklung von Hertha BSC mitzuarbeiten, habe ich gerne angenommen“, wurde Lehmann in einer Pressemitteilung von Windhorsts Tennor-Group am Sonntag zitiert. Kosickes Engagement ist durchaus pikant. Wenn die Hertha Ende Mai in Leipzig gastiert, wird das Aufsichtsratsmitglied gleichzeitig Berater des gegnerischen Trainers Nagelsmann sein. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen von Lars Windhorst und Tennor. Mit meiner Expertise im Fußballbusiness leiste ich gerne einen Beitrag zum Erreichen der großen Ziele, die sich Hertha zusammen mit Lars Windhorst gesetzt hat“, sagte Kosicke.

Die Berliner schreiben damit ein weiteres Kapitel der sicherlich turbulentesten Saison der jüngeren Vereinsgeschichte. Mit Ante Covic, Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri und dem neuen Chefcoach Bruno Labbadia hatten die Berliner schon vier Trainer, dazu kommen der irre Abgang Klinsmanns, Rekordtransfers wie Krzysztof Piatek von AC Mailand oder Lucas Tousart von Olympique Lyon und schließlich das Live-Video von Salomon Kalou, der mitten in der Corona-Pandemie für bundesweite Negativ-Schlagzeilen sorgte.