24. September 2021 / 18:46 Uhr

Bericht: Kartellamtsentscheidung zu 50+1-Regel in der Bundesliga verzögert sich

Bericht: Kartellamtsentscheidung zu 50+1-Regel in der Bundesliga verzögert sich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Kartellamtsentscheidung zur 50+1-Regel in der 1. und 2. Bundesliga verzögert sich. 
Die Kartellamtsentscheidung zur 50+1-Regel in der 1. und 2. Bundesliga verzögert sich.  © IMAGO/Picture Point LE
Anzeige

Das Bundeskartellamt hat die Frist für die Stellungnahme der DFL zur 50+1-Regel verlängert. Die Liga hat nun bis Ende Oktober Zeit, sich zu äußern. Das berichtet der "Kicker".

Eine Entscheidung des Bundeskartellamtes über die 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball scheint sich einem Medienbericht zufolge zu verzögern. Die Behörde habe die Fristen für Stellungnahmen bis Ende Oktober verlängert, schrieb der Kicker am Freitag auf seiner Online-Plattform. Im Kern geht es bei dem Verfahren darum, ob die 50+1-Regel im Grundsatz mit dem Kartellrecht vereinbar ist. Dies hatte die Behörde bejaht, zugleich aber die derzeit geltenden Ausnahmegenehmigungen für die konzern- oder investorengeführten Bundesligisten Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim kritisiert.

Anzeige

Die 50+1-Regel besagt, dass der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiter die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss. Die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga müssen entscheiden, ob die Einschätzung des Bundeskartellamtes eher die 50+1-Regel in Frage stellt oder ob die Klubform der drei Vereine überdacht werden muss.

Nach der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Juli war angekündigt worden, dass das DFL-Präsidium bis zum Herbst eine schriftliche Stellungnahme zur vorläufigen rechtlichen Einschätzung der 50+1-Regel durch das Bundeskartellamt verfassen und diese an die Behörde senden will. Ziel sei es, kartellrechtskonforme Lösungsansätze zu entwickeln, die im Interesse aller 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sind, hatte es vonseiten der DFL geheißen.

Bei einer Aufweichung oder gar Abschaffung der Regel befürchten vor allem Fan-Gruppierungen, dass Investoren die Vereine übernehmen könnten und sie dann keine demokratischen Mitspracherechte mehr hätten.