15. November 2019 / 09:23 Uhr

Bericht: Hat Heldt seinen Ex-Klub Hannover 96 bei der Abfindung ausgetrickst?

Bericht: Hat Heldt seinen Ex-Klub Hannover 96 bei der Abfindung ausgetrickst?

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Da gingen sie noch Hand in Hand: 96-Profiboss Martin Kind (li.) und sein ehemaliger Sportdirektor Horst Heldt.
Da gingen sie noch "Hand in Hand": 96-Profiboss Martin Kind (li.) und sein ehemaliger Sportdirektor Horst Heldt. © imago/Sven Simon
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Nach einem Bericht der Bild-Zeitung soll Hannover 96 den früheren Manager Horst Heldt mit einer Million Euro abgefunden haben. Damit wäre Heldt frei für die Nachfolge von Armin Veh in Köln. Hannover 96 bezog derweil entschieden Stellung - und leitet rechtliche Schritte ein.

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+++ Update: Hannover 96 weist die Darstellung der Bild-Zeitung entschieden zurück und leitet rechtliche Schritte ein +++

Hannover 96 hat am Freitagvormittag Stellung zum Bericht der Bild-Zeitung bezogen und weist die in dem Artikel kommunizierte Darstellung entschieden zurück. In diesem sei nur korrekt dargestellt worden, dass sich Hannover 96 und Horst Heldt am 4. Oktober dieses Jahres darauf verständigt hätten, das Vertragsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen vorzeitig zum 30. September 2019 zu beenden. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, die Auflösung des Vertrages nicht öffentlich zu kommunizieren.

Die Inhalte des Berichts seien "schlicht falsch und derart unseriös, dass wir dagegen auch mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen werden", heißt es seitens Hannover 96. Der Artikel sei schlecht recherchiert und basiere "offensichtlich auf falschen Informationen, sodass er den presserechtlichen Anforderungen nicht im Geringsten" genüge, heißt es weiter in der Stellungnahme. Neben zivilrechtlichen Schritten werde Hannover 96 auch eine Beschwerde beim Deutschen Presserat einlegen.

Die Abfindungsregelung sei zu Gunsten von Hannover 96 zeitlich gestaffelt. Das heißt: Je früher Horst Heldt einen neuen Arbeitgeber findet, desto niedriger fällt die Abfindung letztlich aus.

Die Manager von Hannover 96 seit 1996:

<b>Franz Gerber:</b> Der gebürtige Münchener war gleich zweimal als 96-Manager im Amt. Das erste Mal von 1996 bis 1999 und nach seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als 96-Trainer ein weiters Mal von Juli bis Dezember 2001. Zur Galerie
Franz Gerber: Der gebürtige Münchener war gleich zweimal als 96-Manager im Amt. Das erste Mal von 1996 bis 1999 und nach seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als 96-Trainer ein weiters Mal von Juli bis Dezember 2001. ©
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Dem Bild-Bericht zufolge soll Heldt Ende Oktober auf 96 wegen der Vertragsauflösung zugekommen sein. Das Angebot: Heldt verzichtet auf die Häfte des Gehalts gegen eine Abfindung von einer Millionen Euro. Die Bild-Zeitung berichtet, Klubchef Martin Kind habe dem Vorschlag zugestimmt. Auf Sportbuzzer-Nachfrage dementierte 96 die Zahlen.

Trickste Heldt mit internen Informationen?

Die Frage ist, warum Hannover 96 den Vorgang der Abfindung bisher geheim hielt. Hat Heldt seinen Ex-Klub dank interner Informationen seiner Freunde beim 1. FC Köln wirklich derart ausgetrickst? Das ist zumindest die Vermutung im Kölner Umfeld. Der frühere 96-Sportchef hatte stets einen engen Draht zum Effzeh. Sehr wahrscheinlich, dass er von Armin Vehs frühzeitigem Aus - spätestens im Sommer 2020, gewusst hat. Nun kam das Aus noch viel früher, auch das dürfte Heldt zumindest geahnt haben. Sowohl zu Veh als auch zu Geschäftsführer Alexander Wehrle pflegt Heldt ein sehr gutes Verhältnis.

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Der 1. FC Köln verpflichtete den jungen Horst Heldt 1987 für die Jugendabteilung. Bei den „Geißböcken“ schaffte es Heldt bis zu den Profis, absolvierte 130 Spiele für die Kölner und verpasste 1991 nur knapp den DFB-Pokalsieg. Zur Galerie
Der 1. FC Köln verpflichtete den jungen Horst Heldt 1987 für die Jugendabteilung. Bei den „Geißböcken“ schaffte es Heldt bis zu den Profis, absolvierte 130 Spiele für die Kölner und verpasste 1991 nur knapp den DFB-Pokalsieg. ©

Heldt nicht Top-Kandidat auf Veh-Nachfolge

Noch ist Heldt allerdings nicht der neue Sportchef in Köln. Der 49-Jährige sprach zwar beim Vorstand vor, war aber nicht der Favorit. Bielefeld-Manager Samir Arabi (40) war ein Top-Kandidat, er sagte inzwischen ab. Neben Heldt nennt der Kölner Express Erik Stoffelshaus (48) und den Ex-Havelser Jens Todt (49) als Kandidaten der Kölner Finalrunde beim Manager-Casting.

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