21. November 2022 / 22:31 Uhr

Nächstes FIFA-Verbot: Belgien muss "Love"-Schriftzug von Trikot entfernen

Nächstes FIFA-Verbot: Belgien muss "Love"-Schriftzug von Trikot entfernen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die belgische Nationalmannschaft muss ihr Auswärtstrikot für die WM offenbar anpassen.
Die belgische Nationalmannschaft muss ihr Auswärtstrikot für die WM offenbar anpassen. © IMAGO/Panoramic International
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Die FIFA hat für die Weltmeisterschaft in Katar das nächste Verbot ausgesprochen. Laut dem belgischen Fußballverband muss die Nationalmannschaft um Kevin de Bruyne und Co. den im Kragen des Auswärtstrikots aufgetragenen "Love"-Schriftzug entfernen.

Nachdem die FIFA bereits das Tragen der mehrfarbigen "One Love"-Kapitänsbinde bei der Weltmeisterschaft in Katar untersagt hatte, sprach der Weltverband das nächste Verbot aus. Laut dem belgischen Fußballverband muss die Nationalmannschaft um Kevin de Bruyne und Co. das für die Endrunde im Wüstenemirat vorgesehene Auswärtstrikot anpassen. Demnach muss ein im Nacken platzierter "Love"-Schriftzug entfernt werden.

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Laut der ARD-"Sportschau" hätte die nächste FIFA-Maßnahme aber keinen politischen, sondern einen kommerziellen Hintergrund. So habe der belgische Verband in Zusammenarbeit mit dem Sportartikel-Hersteller Adidas und dem Elektronik-Musikfestival "Tomorrowland" eine Kollektion mit dem Namen "Love" veröffentlicht. Die FIFA vermute hinter dem im Trikot eingearbeiteten Schriftzug in Regenbogenfarben folglich einen kommerziellen Einsatz in Verbindung mit dem Festival.

"Das Wort Love muss verschwinden", sagte der Geschäftsführer des belgischen Fußballverbands, Peter Bossaert gegenüber der belgischen Zeitung Nieuwsblad: "Es ist traurig, aber die FIFA lässt uns keine andere Wahl. Der Rest der Ausrüstung bleibt unverändert." Das betroffene Trikot enthält die Regenbogenfarben und soll die Werte von Vielfalt, Gleichheit und Inklusion widerspiegeln. Die belgische Nationalmannschaft greift am Mittwoch mit dem Spiel gegen Kanada ins Turnier in Katar ein. In Gruppe F treffen die "Red Devils" zudem auf Marokko (27. November) und Kroatien (1. Dezember).

Das Tragen der mehrfarbigen und symbolträchtigen "One Love"-Kapitänsbinde hatte die FIFA mehreren europäischen Nationen zuvor faktisch untersagt. DFB-Boss Bernd Neuendorf nannte das Vorgehen "eine eindeutige Drohung, die in unsere Richtung ausgesprochen wurde". Neuendorf: "Die FIFA hat eine Aussage für Diversität und Menschenrechte untersagt. Das sind Werte, zu denen sie sich in ihren eigenen Statuten verpflichtet." Die Binde richtet sich gegen jede Form von Diskriminierung. Sie wendet sich gegen die Ausgrenzung von LGBTQ+* Menschen, aber auch gegen Rassismus und Antisemitismus.

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