18. Oktober 2022 / 14:12 Uhr

Bericht: PSG-Star Neymar bestreitet Beteiligung an Vertragsverhandlungen über Barcelona-Wechsel

Bericht: PSG-Star Neymar bestreitet Beteiligung an Vertragsverhandlungen über Barcelona-Wechsel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
PSG-Star Neymar hat vor Gericht ausgesagt.
PSG-Star Neymar hat vor Gericht ausgesagt. © IMAGO/NurPhoto
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Nach der Eröffnung des Betrugsprozesses gegen Neymar, seine Eltern und zwei Ex-Präsidenten des FC Barcelona äußert sich der PSG-Spieler laut einem Medienbericht erstmals vor Gericht zu den Vorwürfen. Der brasilianische Nationalspieler sei nach eigenen Aussagen nicht an den Betrugsvorfällen beteiligt gewesen, heißt es.

Brasiliens Star Neymar hat einem Medienbericht zufolge vor einem Gericht in Barcelona ausgesagt, er habe nicht an den Verhandlungen über seinen Wechsel zum FC Barcelona 2013 teilgenommen. "Darum hat sich mein Vater gekümmert. Ich habe unterschrieben, was er mir gesagt hat", zitierte ihn die Nachrichtenagentur Europa Press am Dienstag. In dem Prozess vor dem Landgericht von Barcelona, der am Montag begonnen hatte, geht es um den Vorwurf, der Offensiv-Star und weitere Angeklagte hätten sich des Betrugs und der Korruption beim Transfer des Profis vom FC Santos zum FC Barcelona im Jahr 2013 schuldig gemacht. Die Staatsanwaltschaft fordert für Neymar einen zweijährigen Freiheitsentzug sowie eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Euro. Ein Privatkläger drängt sogar auf eine Haftstrafe von fünf Jahren für Neymar.

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Termine für die mündlichen Verhandlungen sind bis zum 31. Oktober angesetzt. Laut Medienberichten muss Neymar, der bei Paris Saint-Germain unter Vertrag steht, an weiteren Verhandlungstagen aber nicht mehr persönlich teilnehmen, sondern es werde dann für ihn eine Videoschalte eingerichtet.

Auch Neymar-Eltern und Ex-Barcelona-Bosse angeklagt

Neben Neymar (30), der seit 2017 beim französischen Meister spielt, sind auch die Eltern des Profis sowie zwei Ex-Präsidenten des FC Barcelona angeklagt, Josep Bartomeu und Sandro Rosell. Die höchste Strafe fordert die Staatsanwaltschaft für Rosell: Fünf Jahre. Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten fast immer zur Bewährung ausgesetzt. Alle Beschuldigten hatten zuvor die Anschuldigungen bestritten.

Es geht um eine Klage des brasilianischen Investment-Fonds DIS im Zusammenhang mit dem Transfer Neymars zu den Katalanen. DIS hielt Anteile von 40 Prozent an Neymar und sieht sich um eine Millionensumme betrogen. Nach den Ermittlungen der spanischen Behörden soll für den Wechsel deutlich mehr Geld geflossen sein als die offiziell angegebenen 57,1 Millionen Euro. Nach Angaben des spanischen Topklubs sollen damals 40 Millionen Euro an Neymar und seine Familie sowie 17,1 Millionen Euro an den FC Santos geflossen sein. Nach den Ermittlungen sollen aber mindestens gut 83 Millionen geflossen sein. Nach einem damaligen Bericht der Zeitung El Mundo soll Barcelona sogar 95 Millionen Euro ausgegeben haben.

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