03. April 2020 / 19:20 Uhr

Bericht: 13 Profi-Klubs in Deutschland droht Insolvenz wegen Coronavirus-Folgen

Bericht: 13 Profi-Klubs in Deutschland droht Insolvenz wegen Coronavirus-Folgen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Corona-Krise stürzt viele Bundesliga-Klubs in finanzielle Schwierigkeiten.
Die Corona-Krise stürzt viele Bundesliga-Klubs in finanzielle Schwierigkeiten. © imago images/Christian Ohde/Montage
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Die finanzielle Situation im deutschen Profi-Fußball scheint dramatischer, als angenommen. Wie der "Kicker" am Freitagabend berichtet, könnten 13 der 36 Erst- und Zweitliga-Klubs noch in dieser Saison Insolvenz anmelden müssen, sollte es keinen Re-Start der Ligen geben.

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Die finanzielle Lage scheint ernst! Gleich 13 von 36 Vereinen im deutschen Profi-Fußball droht der finanzielle K.o. - noch in dieser Saison. Das berichtet der Kicker am Freitagabend unter Berufung auf die Mitgliederversammlung unter der Woche. Der Grund: Die Vereine sind auf die TV-Gelder angewiesen. Diese würden aber nur ausgezahlt werden, wenn die Saison wieder gestartet wird. Das erschreckende Ergebnis resultiere aus der Bestandsaufnahme der 36 Vereine, die sie zu ihrer aktuellen Lage bei der DFL hinterlegten. Um diese hatte die DFL die Clubs zuvor gebeten.

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Ein Verein aus der Bundesliga soll dabei akut bedroht sein und nur noch bis Mai zahlungsfähig sein. Danach drohe dem nicht namentlich genannten Verein die Insolvenz. Im Juni könnten drei weitere Vereine folgen, berichtet der Kicker - sollte die Saison nicht wieder starten. Aus diesem Grund hoffen die Profi-Vereine, dass die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga am ersten Mai-Wochenende wieder ausgetragen werden können.

Neun Klubs aus 2. Liga vor Insolvenz

Dramatischer soll sich die Situation in der 2. Liga gestalten. Gleich sieben Vereine sollen so schon Ende Mai die Insolvenz anmelden müssen, wenn aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht vorher gespielt werden kann und das TV-Geld ausgezahlt wird. Zwei weitere Vereine müssten laut Kicker im Juni dann Insolvenz anmelden.

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Aus diesem Grund streben die Profi-Klubs eine baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs an. Thomas Röttgermann hält eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga im Mai trotz der anhaltenden Corona-Krise unter bestimmten Bedingungen für realistisch. "Wir reden über Veranstaltungen mit insgesamt 50 Menschen, die so vorbereitet und untersucht werden können, dass sie nicht über das Lebensrisiko im gegenwärtigen Alltag hinausgehen", sagte der Vorstandsvorsitzende von Fortuna Düsseldorf am Donnerstag der Zeitschrift Sponsors. "Ich glaube, dass die Vorkehrungen, die dann getroffen werden, so gut sein werden, dass ein Spielbetrieb umgesetzt werden kann", fügte der 59-Jährige an.