19. April 2021 / 18:48 Uhr

Bericht: FC Bayern und BVB sollen Teilnehmer der Super League werden – Klubs erhalten Frist

Bericht: FC Bayern und BVB sollen Teilnehmer der Super League werden – Klubs erhalten Frist

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der FC Bayern und Borussia Dortmund sollen einem Medienbericht zufolge zu den Gründungsmitgliedern der Super League gehören.
Der FC Bayern und Borussia Dortmund sollen einem Medienbericht zufolge zu den Gründungsmitgliedern der Super League gehören. © IMAGO/PA Images/Montage
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Nach Recherchen des "Spiegel" sind der FC Bayern, Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain als weitere Teilnehmer der umstrittenen Super League vorgesehen, deren Gründung seit dem späten Sonntagabend hohe Wellen schlägt. Das geht aus einem Rahmenvertrag hervor, der dem Magazin vorliegt.

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Bisher hat die geplante und bereits hitzig diskutierte europäische Super League noch keine deutschen Mitglieder. Dies könnte sich allerdings ändern - zumindest, wenn es nach dem Rahmenvertrag über die Gründung der neuen Liga mit bisher zwölf internationalen Spitzenvereinen (unter anderem Real Madrid, FC Liverpool, Juventus Turin) geht. Das berichtet das Magazin Spiegel, dem das Papier vorliegt. Demnach sollen Rekordmeister FC Bayern München, Vizemeister Borussia Dortmund und der französische Topklub Paris Saint-Germain nach dem Willen der Gründerväter fixe Plätze im Teilnehmerfeld erhalten und damit die letzten drei der garantierten Slots besetzen.

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"So schnell es geht" soll den Bayern, dem BVB und PSG, die sich zunächst ablehnend zu den nicht mit der UEFA abgestimmten Plänen positionierten, die Mitgliedschaft angeboten werden, hieß es weiter. Das gehe aus dem internen Dokument hervor, das 167 Seiten lang sei und auf den 17. April datiert ist. Bayern und Dortmund haben demzufolge eine 30-tägige Frist erhalten; Paris solle sich innerhalb der nächsten zwei Wochen positionieren, ob man an der Liga teilnehmen will.

Als Gründungsmitglieder würden die Vereine anteilig an dem Startgeld von rund 3,5 Milliarden Euro beteiligt werden, das an die Klubs ausgeschüttet werden soll. Sollten die drei Vereine den Daumen senken und ihre Teilnahme absagen, würden andere Vereine gesucht werden. PSG, Bayern und Dortmund werden anders als andere europäische Schwergewichte namentlich in dem Dokument erwähnt.

Watzke und Rummenigge unisono: "An Planungen nicht beteiligt"

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hatte am Montag betont, dass FCB und die Borussia sich einig seien, dass man "die Pläne zur Gründung einer Super League ablehnt". Und weiter: "Die Mitglieder des Boards der European Klub Association haben sich am Sonntagabend zu einer virtuellen Konferenz zusammengeschlossen und bekräftigt, dass der Board-Beschluss vom vergangenen Freitag nach wie vor Gültigkeit hat. Dieser Beschluss besagt, dass die Klubs die geplante Reform der UEFA Champions League umsetzen wollen."

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich am Abend ähnlich, hob vor allem auf wirtschaftliche Erwägungen ab. "Ich glaube nicht, dass die Super League die finanziellen Probleme der europäischen Klubs lösen wird, die durch Corona entstanden sind", erklärte er. "Der FC Bayern hat sich an den Planungen einer Super League nicht beteiligt", stellte Rummenigge klar. "Wir sind davon überzeugt, dass die aktuelle Statik im Fußball eine seriöse Basis garantiert." Beide hatten sich indes bereits im vergangenen Jahr gegen eine Superliga ausgesprochen.

Super League soll 15 fixe Teilnehmer haben - drei Plätze frei

Für die Super League, deren Gründung von der UEFA, nicht teilnehmenden Vereinen, den Ligaverbänden (darunter DFL und DFB), Spielern und Top-Funktionären scharf missbilligt wurde, sind 15 feste Teilnehmer vorgesehen, die in jedem Jahr gesetzt sind. Das sind die sechs englischen Vereine Manchester United, FC Liverpool, FC Chelsea, FC Arsenal, Tottenham Hotspur und Manchester City, die spanischen Vertreter Atlético Madrid, FC Barcelona und Real Madrid und die Italiener Juventus Turin, Inter Mailand und AC Mailand sowie die drei noch unbekannten Klubs. Dazu sollen fünf weitere Teams kommen, die sich auf Grundlage ihrer Erfolge in der vorausgehenden Saison qualifizieren. Nähere Angaben dazu, wie und auf welcher Grundlage das ablaufen soll, gibt es bislang nicht.