21. Juli 2020 / 22:10 Uhr

Bericht: Wechsel von Ralf Rangnick zum AC Mailand geplatzt - Stefano Pioli bleibt Trainer

Bericht: Wechsel von Ralf Rangnick zum AC Mailand geplatzt - Stefano Pioli bleibt Trainer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ralf Rangnick wird offenbar nicht beim AC Mailand anheuern. 
Ralf Rangnick wird offenbar nicht beim AC Mailand anheuern.  © imago images / opokupix
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Das ist eine echte Überraschung: Ralf Rangnick wird nach Informationen des "Kicker" nun doch nicht zum AC Mailand wechseln. Die Italiener wollen demnach am aktuellen Erfolgs-Trainer Stefano Pioli festhalten. Seit Monaten wurde über ein Mailand-Engagement des ehemaligen RB-Leipzig-Coachs Rangnick spekuliert.

UPDATE: Berater bestätigt geplatzten Wechsel!

Der seit längerer Zeit im Raum stehende Wechsel von Ralf Rangnick zum AC Mailand ist nach Informationen des Sportmagazins Kicker geplatzt. Der 62 Jahre alte ehemalige Bundesliga-Trainer (unter anderem RB Leipzig und Schalke 04) habe dem Bericht zufolge seit Monaten mit Milan-Manager Ivan Gazidis verhandelt - offenbar nun mit dem Ergebnis, dass Rangnick doch nicht zu den Rossoneri als Chefcoach und Sportdirektor in Personalunion wechselt. Stattdessen soll der Vertrag des aktuellen Trainers Stefano Pioli vorzeitig verlängert werden. Eine Anstellung nur als Sportdirektor sei für Rangnick nie in Frage gekommen.

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Aktuell liegt der AC Mailand mit 56 Punkten auf Platz sieben der italienischen Liga und hat unter Trainer Pioli beste Chancen, sich für einen Europa-League-Platz zu qualifizieren. Gegen Ende des Jahres 2019, als Rangnick laut Kicker angefragt worden sein soll, war Milan noch im unteren Tabellen-Mittelfeld vertreten.

Unmut beim AC Mailand wegen möglicher Rangnick-Verpflichtung

Aufgrund der guten Leistungen der Mailänder unter dem aktuellen Coach gab es zuletzt Unmut wegen einer möglichen Rangnick-Verpflichtung: "Rangnick, wer ist das?", raunte Stürmer-Star Zlatan Ibrahimovic etwa. Im Alter von 38 Jahren wäre er wohl kein Fixpunkt in der Kaderplanung des auf junge Spieler setzenden Deutschen gewesen. Ibrahimovic forderte gar eine Aussprache mit Manager Gazidis. "Das war notwendig. Ich habe für mich gesprochen und für die Mannschaft. Ich brauche Erklärungen für die Zukunft, für meine, und für die des AC Mailand."

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Mit diesem Spruch hat Ralf Rangnick einige Sympathien bei den Münchnern verspielt. ©

Rangnick erarbeitete sich in der Vergangenheit einen Ruf als Experte für längerfristig ausgelegte Projekte mit aufstrebenden Vereinen. In fünf Jahren als Trainer etablierte er die TSG Hoffenheim in der Bundesliga. Danach kam er nach einer Zwischenstation auf Schalke 2013 zur Red-Bull-Gruppe und führte zunächst Red Bull Salzburg als Sportdirektor zu zwei österreichischen Meisterschaften. Anschließend übernahm er bei RB Leipzig – ebenfalls erst in Doppelfunktion als Trainer und Sportdirektor – und half mit, den Klub in die Bundesliga zu führen. Zuletzt wechselte er 2019 in eine übergeordnete Rolle als Leiter der weltweiten Fußballabteilung.