16. April 2020 / 20:38 Uhr

Bericht: "Sky" und Bundesliga erzielen Durchbruch – TV-Millionen sollen noch im April fließen

Bericht: "Sky" und Bundesliga erzielen Durchbruch – TV-Millionen sollen noch im April fließen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die TV-Gelder von Sky sollen noch im April an die 36 Klubs der 1. und 2. Liga fließen.
Die TV-Gelder von "Sky" sollen noch im April an die 36 Klubs der 1. und 2. Liga fließen. © imago images/Noah Wedel
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Die Klubs der Bundesliga können sich in der angespannten Corona-Lage etwas entspannen. Wie die "Bild" berichtet, hat TV-Sender "Sky" mit der DFL einen Kompromiss geschlossen, der eine rasche Zahlung der letzten TV-Rate an die Klubs sicherstellt.

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Diese Nachricht dürfte viele Bundesliga-Klubs finanziell vor erheblichen Schwierigkeiten bewahren: Wie die Bild unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, soll bei den Verhandlungen zwischen TV-Sender Sky und der DFL eine Einigung erzielt worden sein. Demnach soll die Auszahlung der letzten, noch offenen Rate der TV-Gelder im dreistelligen Millionenbereich noch im April an die Vereine fließen.

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Insgesamt zahlt Sky für 266 Übertragungen der Bundesliga sowie sämtlichen Partien der 2. Bundesliga rund 900 Millionen Euro an die DFL - in insgesamt vier Raten. Wegen der Corona-Pandemie rollt seit März der Ball nicht mehr, weshalb die vierte Sky-Tranche in Höhe von 225 Millionen Euro bisher noch nicht ausgelöst wurde. Diese hätte planmäßig eigentlich am 10. April bei der DFL eingehen sollen.

Für viele Klubs bedeutete das in den vergangenen Wochen ein Kampf ums finanzielle Überleben; auch, weil man in den letzten Jahren in eine immer größere Abhängigkeit der TV-Gelder geraten war. Eine ähnliche Regelung wie mit Sky soll seitens der DFL laut Bild auch mit ARD und ZDF angestrebt werden (das Paket umfasst rund 40 Millionen Euro). Eine Einigung mit dem Streamingdienst DAZN, der Freitagsspiele und einige Sonntagsspiele überträgt (für noch ausstehende 20 Mio.), steht noch aus.

Letzte TV-Rate soll niedriger ausfallen, dafür schneller fließen

Die Einigung zwischen der DFL und Sky sieht demnach vor, dass die letzte Rate ein wenig niedriger ausfällt als zunächst veranschlagt, dafür aber schon im April für die 36 Klubs verfügbar sein wird - obwohl nach aktuellem Stand gar nicht klar ist, ob die Saison überhaupt zu Ende gespielt werden kann. Das bedeutet, dass die Vereine laufende Kosten schneller decken können und finanziell handlungsfähig bleiben. Eine Stellungnahme der Verhandlungspartner steht noch aus.

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Ohne die Zahlung an die DFL drohe laut Kicker innerhalb der nächsten zwei Wochen 13 Vereinen, darunter vier Bundesligisten, im Mai und Juni die Insolvenz. Aber die Chancen auf eine zeitnahe Regelung mit den Medienpartnern und eine Zahlung in den kommenden Tagen seien gut.

In der kommenden Woche, am 23. April, wollen die Klubs das weitere Vorgehen festlegen. Nach wie vor hofft der Profi-Fußball darauf, die Spielzeit mit Hilfe von Geisterspielen bis zum 30. Juni beenden zu können. Auf dem Spiel stehen rund 750 Millionen Euro, die bei einem Abbruch der Spielzeit fehlen würden.