01. Dezember 2021 / 20:55 Uhr

Entwurf für Bund-Länder-Treffen: Diese Regeln sollen künftig bundesweit für Fußballspiele gelten

Entwurf für Bund-Länder-Treffen: Diese Regeln sollen künftig bundesweit für Fußballspiele gelten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ganz leer werden die meisten Stadien in der 1. und 2. Bundesliga wohl nicht bleiben müssen.
Ganz leer werden die meisten Stadien in der 1. und 2. Bundesliga wohl nicht bleiben müssen. © IMAGO/Zink
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Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag soll angesichts der aktuellen Corona-Lage auch über einheitliche Regelungen im Fußball beraten werden. Der Fußball in Deutschland muss sich auf deutlich weniger Zuschauer einstellen.

50.000 Zuschauer wie beim rheinischen Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am vergangenen Samstag wird es wohl in absehbarer Zeit nicht mehr in den deutschen Fußballstadien geben. Vertreter von Bund und Ländern streben bei der Konferenz am Donnerstag offenbar eine Begrenzung der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen im Freien, also auch im Fußball, an. Laut einem Entwurf für das Treffen, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (zu dem auch der SPORTBUZZER als Sportportal gehört) vorliegt, sollen maximal 30 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität ausgenutzt, aber höchstens 10.000 Plätze besetzt werden dürfen. Dabei solle 2G (geimpft oder genesen) oder 2G-Plus (mit zusätzlichem negativem Test) gelten.

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Damit würde die Politik Geisterspiele zunächst ausschließen - und die Frage nach Fans im Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München am kommenden Samstag im Dortmunder Signal Iduna Park dürfte dann auch geklärt sein. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Mittwoch bereits gegenüber RTL/ntv eine ähnliche Regelung für Nordrhein-Westfalen angekündigt: "Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt, dass wir jetzt erst einmal die Kapazität der Stadien auf ein Drittel beschränken werden. Keine Stehplätze mehr, alles auf Sitzplätze und dann halten wir das für vertretbar." CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen sagte im Plenum, die schwarz-gelbe Koalition entscheide sich "für eine signifikante Reduzierung der Zuschauerzahlen schon ab Samstag".

Angesichts zu erwartender neuer Kapazitätsbegrenzungen in den Stadien am Wochenende hatten am Mittwoch mehrere Klubs bereits erste Vorkehrungen getroffen. Der BVB stornierte vor seinem Topspiel alle bereits verkauften Tickets. Dortmund teilte am Mittwoch zur Begründung mit, man rechne mit einer "pandemiebedingten Reduzierung der Kapazitäten" durch die nordrhein-westfälische Landesregierung. Auch Borussia Mönchengladbach annullierte vor seinem Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr) sämtliche schon erworbenen Karten. Arminia Bielefeld kündigte zumindest an, erstmal keine Eintrittstickets für das Spiel gegen den 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) mehr verkaufen zu wollen.


Bund und Länder wollen an diesem Donnerstag final über strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entscheiden. Dabei geht es unter anderem um Details einer bereits ins Auge gefassten bundesweiten Verringerung der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen wie der Bundesliga. Ziel der Politik ist es, hier eine einheitliche Linie, die dann für alle Bundesländer gelten soll, zu finden.