11. April 2021 / 21:48 Uhr

Berichte: Markus Gisdol beim 1. FC Köln entlassen – Nachfolger steht offenbar schon bereit

Berichte: Markus Gisdol beim 1. FC Köln entlassen – Nachfolger steht offenbar schon bereit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Markus Gisdol ist laut Medienberichten nicht mehr Trainer des 1. FC Köln. Friedhelm Funkel soll als Nachfolger bereit stehen.
Markus Gisdol ist laut Medienberichten nicht mehr Trainer des 1. FC Köln. Friedhelm Funkel soll als Nachfolger bereit stehen. © IMAGO/Herbert Bucco/dpa/Montage
Anzeige

Die Entscheidung ist offenbar gefallen: Laut übereinstimmenden Medienberichten hat der 1. FC Köln Trainer Markus Gisdol kurz nach der 2:3-Niederlage gegen Mainz 05 am Sonntagabend entlassen. Ein Nachfolger soll mit Friedhelm Funkel schon bereitstehen.

Anzeige
UPDATE: Die Gisdol-Entlassung ist offiziell

Erst die Niederlage im Kellerduell gegen Mainz 05 – und jetzt offenbar der sofortige Job-Verlust. Nach knapp anderthalb Jahren als Trainer des 1. FC Köln ist Markus Gisdol am Sonntagabend beim Bundesliga-Vorletzten entlassen worden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend – zuerst Sport1 und der Express aus Köln. Mit Trainer-Legende Friedhelm Funkel soll der Nachfolger schon bereitstehen. Vom Verein gab es am Sonntagabend bislang noch keine offizielle Stellungnahme. Sportvorstand Horst Heldt hatte kurz nach der Niederlage gegen Mainz ein Interview mit dem TV-Sender Sky abgesagt.

Anzeige

Die knappe 2:3-Pleite im zuvor als "Job-Endspiel" für Gisdol titulierten Duell gegen Mainz bedeutete für die Kölner einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Mit 23 Punkten sind die Kölner auf Rang 17 zurückgefallen, hinter Arminia Bielefeld und Hertha BSC (beide 26). Bei Sky hatte Gisdol zuvor erklärt: "Ich rechne mit gar nichts, ich versuche, meine Jungs zu trösten. Es geht um den 1. FC Köln und meine Mannschaft." Der 51-Jährige bekannte, er sei "natürlich enttäuscht, das ist ja klar nach so einem Spiel, wo du gefühlt auch die drei Punkte hättest machen können."

Erkennst du dein Bundesliga-Stadion?

Erkennst du dein Bundesliga-Stadion? Zur Galerie
Erkennst du dein Bundesliga-Stadion? ©

Gisdol arbeitete seit November 2019 als Trainer beim FC. Als Nachfolger von Achim Beierlorzer führte der ehemalige Coach des Hamburger SV und der TSG Hoffenheim das Team zum Klassenerhalt. Sein Vertrag in Köln wurde erst im Sommer vorzeitig bis 2023 verlängert. In dieser Saison galten zuvor schon vier Partien als Endspiele für den Trainer: Doch keine davon in Dortmund (2:1), auf Schalke (2:1), gegen Hertha BSC (0:0) und gegen Dortmund (2:2) ging verloren.



Funkel folgt beim 1. FC Köln offenbar auf Gisdol

Am Ende wurde Gisdol die Niederlage gegen Mainz wohl zum Verhängnis. Der Verein will nach dem Auf und Ab der vergangenen Wochen mit verbesserten Leistungen beim 2:2 gegen Borussia Dortmund und dem 0:1 beim VfL Wolfsburg einen neuen Impuls setzen. Aus den letzten acht Spielen holten die Kölner, die sich zwischenzeitlich schon einen kleinen Puffer zu den Abstiegsplätzen erspielt hatten, nur zwei Punkte.

Den erhofften Klassenverbleib der Kölner in den verbleibenden sechs Saisonspielen soll demnach nun ein anderer Trainer bewerkstelligen. Als Kandidat gilt Funkel, obwohl der 67-Jährige seine Karriere nach der Beurlaubung in Düsseldorf im Januar 2020 eigentlich für beendet erklärt hatte. "Mich hat noch niemand kontaktiert. Das Spiel ist aber auch gerade erst vorbei“, sagte Funkel dem Express am Sonntagabend. Laut Sport1 soll er jedoch "den Daumen" für die Gisdol-Nachfolge gehoben haben. Auch der Kicker berichtete über das anstehende Funkel-Engagement, das den Abstieg in Corona-Zeiten mit aller Macht verhindern soll. Geschäftsführer Alexander Wehrle hatte zuletzt ein Minus von 23,8 Millionen Euro nach Steuern in der Vorsaison bekannt gegeben. Für die aktuelle Spielzeit wird ein noch höherer Verlust erwartet, so dass der erste Bundesliga-Meister auch eine Landesbürgschaft über 20 Millionen Euro beantragt hat.