20. November 2021 / 21:33 Uhr

"Glaube, das ist nicht okay": Hertha-Trainer Dardai hadert mit Derby-Schiedsrichter

"Glaube, das ist nicht okay": Hertha-Trainer Dardai hadert mit Derby-Schiedsrichter

David Joram und Ronald Tenbusch
Märkische Allgemeine Zeitung
 Fussball, Herren, Saison 2021/2022, 1. Bundesliga 12. Spieltag, 1. FC Union Berlin - Hertha BSC, Trainer Pal Dardai Hertha BSC vor dem Spiel im Interview, 20.11. 2021, *** Football, men, 2021 2022 season, 1 Bundesliga 12 matchday , 1 FC Union Berlin Hertha BSC, coach Pal Dardai Hertha BSC pre-match interview, 20 11 2021, Copyright: xMatthiasxKochx
Hertha-Coach Pal Dardai akzeptierte die Derby-Niederlage, nicht aber eine strittige Schiedsrichter-Entscheidnug. © imago images/Matthias Koch
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Der 1. FC Union gewinnt das Berliner Stadtderby gegen Hertha BSC. Anschließend sind sich beide Trainer in der Bewertung einig. Für Diskussionsstoff sorgt vor allem der vermeintliche Anschlusstreffer der Hertha. Die Stimmen zum Derby.

Der 1. FC Union darf sich Berliner Stadtmeister nennen. Mit 2:0 (2:0) besiegten die Köpenicker den Rivalen Hertha BSC und springen damit auf den 5. Platz der Fußball-Bundesliga. Die Tore des Abends schossen Taiwo Awoniyi (8.) und Christopher Trimmel (30.). Entsprechend zufrieden zeigte sich der Union-Kapitän nach dem Abpfiff.

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"Die Stadtmeisterschaft bedeutet uns sehr viel, das wollten wir gewinnen. Hertha hat das die letzten Jahre nicht schlecht gemacht. Diesmal hatten wir die Nase vorn, das macht Spaß", sagte Trimmel bei am Sky-Mikro. Dass Union in der Tabelle auch in dieser Saison die Europapokalplätze angreifen kann, freut den Österreicher besonders: "Das macht den Fußball doch spannend, wenn auch kleine Clubs erfolgreich sind. Ich hoffe, dass diese Entwicklung so weiter geht."

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Weniger zufrieden zeigte sich nach der Pleite selbstverständlich Hertha-Coach Pal Dardai. "Wir haben gut angefangen, dann machen wir einen unnötigen technischen Fehler. Das zweite Tor kommt aus dem nichts. Aber in der zweiten Halbzeit kam nicht mehr viel. Union hat verdient gewonnen", so der Ungar. Nicht zufrieden war Dardai mit der Abseits-Entscheidung des VAR nach dem vermeintlichen 1:2 durch Peter Pekarik.

"Für mich war das eine neue Spielsituation. Sowas habe ich lange nicht gesehen, dass sowas zurückgenommen wird. Ich glaube, das ist nicht okay. Aber ich sage nichts. Deshalb haben wir nicht verloren", so Dardai. Auch dem Geschäftsführer Sport der Hertha hat diese Entscheidung nicht gefallen: "Ich würde mit dieser Entscheidung als Spieler nicht klarkommen. Ich hab über 100 Bundesliga-Tore geschossen, aber nie eins mit der Schulter."

Kruse: "Man hat gesehen, wozu wir in der Lage sind"

Auch aus Sicht von Union-Trainer Urs Fischer war das nicht gegebene Tor eine Knackpunkt der Partie: "Wenn das 2:1 fällt gibt es vielleicht ein anderes Spiel. Aber über 90 Minuten geht der Sieg in Ordnung. Wir hatten auch noch genug Chancen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Ich bin froh, dass wir zu so vielen Chancen gekommen sind", sagte der Schweizer, der froh ist Spieler wie Max Kruse in seinen Reihen zu wissen.

"Max ist nicht nur als kreativer Spieler wichtig, sondern auch als Führungsspieler. In gewissen Phasen hilft er mit seiner Ruhe ganz besonders dem Team", so Fischer. Kruse selbst, der mit zwei Abschlüssen knapp an Hertha-Torwart Schwolow scheiterte, zeigte sich nach dem Sieg gegen den Stadtrivalen glücklich: "Ich glaube, man hat gesehen, wozu wir in der Lage sind, spielerisch und kämpferisch. Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen."