09. Juli 2019 / 10:36 Uhr

Ex-Bundestrainer Berti Vogts attackiert Bundesligisten: "Sollten sich an Premier-League-Klubs orientieren"

Ex-Bundestrainer Berti Vogts attackiert Bundesligisten: "Sollten sich an Premier-League-Klubs orientieren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Berti Vogts kritisiert die Bundesligisten für den Umgang mit den Trainern.
Berti Vogts kritisiert die Bundesligisten für den Umgang mit den Trainern. © dpa
Anzeige

Ex-Bundestrainer Berti Vogts sieht große Probleme in der Bundesliga. Der 72-Jährige meint, dass sich die deutschen Klubs die englische Premier League zum Vorbild nehmen sollten.

Anzeige
Anzeige

Berti Vogts vermisst die Rückendeckung für die Bundesliga-Trainer. Die Klubs sollten sich an den erfolgreichen Beispielen der englischen Premier League orientieren. Positive Vorbilder seien der FC Liverpool sowie Manchester City.

Mehr zur Bundesliga

"Der Trainer sagt, welche Spieler er verpflichten will und welche Philosophie er mit der Mannschaft durchsetzen will – und daraufhin wird ein Kaderplaner erst aktiv. Ein musterhaftes Beispiel dafür sind die Entwicklungen des FC Liverpool unter Jürgen Klopp oder von Manchester City unter Pep Guardiola", schrieb der ehemalige Bundestrainer in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de.

Das sind die ältesten Trainer der Bundesliga-Geschichte

Fred Schulz ist bis heute der älteste Bundesliga-Trainer. Er war bis zum 29. April 1978 bei Werder Bremen tätig und bei seinem letzten Bundesligaspiel 74 Jahre und 184 Tage alt. Zur Galerie
Fred Schulz ist bis heute der älteste Bundesliga-Trainer. Er war bis zum 29. April 1978 bei Werder Bremen tätig und bei seinem letzten Bundesligaspiel 74 Jahre und 184 Tage alt. ©
Anzeige

Vogts, der in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen auf der Bank saß, würde heutzutage nicht mehr als Coach in der Bundesliga arbeiten wollen. "Die Situation der Bundesliga-Trainer ist höchst bedenklich. So sehr, dass ich heute keinen Vertrag mehr als Bundesliga-Trainer unterschreiben würde. Und ich bin mir sicher, dass einige meiner erfolgreichsten Kollegen wie zum Beispiel Hennes Weisweiler, Otto Rehhagel, Udo Lattek oder Ernst Happel das auch nicht tun würden", meinte der 72-Jährige.

Vogts: "Kein Trainer hatte Schuld an der Misere seines Klubs!"

"Das größte Problem und die Wurzel allen Übels" sei, dass den Trainern die Macht fehle. "Nur die wenigsten haben wirklich noch einen Einfluss auf die Zusammenstellung des Kaders – dabei ist sie meiner Erfahrung nach die häufigste Ursache für eine sportliche Krise", so Vogts. "Sieben Trainerwechsel gab es während der abgelaufenen Saison. Keiner dieser Trainer hatte wirklich Schuld an der Misere seines Klubs", meinte der frühere Bundestrainer.

ANZEIGE: 50% auf Trikotsatz + gratis Fußballtasche! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt