14. August 2020 / 14:20 Uhr

Ex-Bundestrainer Berti Vogts: Das ist der richtige Modus für die Champions League

Ex-Bundestrainer Berti Vogts: Das ist der richtige Modus für die Champions League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Berti Vogts spricht über den neuen Modus in der Champions League.
Bundestrainer Berti Vogts spricht über den neuen Modus in der Champions League. © Getty Images/Montage
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Ex-Bundestrainer Berti Vogts ist vom Finalturnier der Champions League in Lissabon begeistert. Der 73-Jährige macht der UEFA einen Vorschlag für die Zukunft - einen anderen Modus ab den Halbfinal-Spielen.

Erstmals werden die Europacup-Gewinner in Turnierform gekürt - in der Champions League vom 12. bis 23. August in Lissabon. Statt Hin- und Rückspielen gibt es für Viertelfinale und Halbfinale nur eine K.o.-Partie. Mehr ließ der enge Zeitplan nicht zu. Bei Ex-Bundestrainer Berti Vogts kommt dieser neue Modus richtig gut an.

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"Die altbewährte Gruppenphase der Champions League ist für mich wie ein Stück Kuchen – lecker. Doch erst wenn ich Schlagsahne drüber schmiere, schmeckt mir der Kuchen überragend. Die neue Mini-WM ist wie eine gut geschlagene, frische Sahne. Der alte Modus mit Hin- und Rückspiel wirkt dagegen fast ein bisschen angeschimmelt", schreibt der 43-Jährige in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de.

Bayern kann Leipzig ins Halbfinale folgen

Gespielt wird beim Königsklasse-Turnier den Stadien der Traditionsklubs Benfica, Estádio da Luz, und Sporting, Estádio José Alvalade XXI. Mit Tuchel-Klub Paris Saint-Germain und Bundesligist RB Leipzig stehen schon die beiden ersten Halbfinalteilnehmer fest. Der FC Bayern München kann als zweiter deutscher Verein mit einem Sieg gegen den FC Barcelona nachziehen, zudem trifft Manchester City im vierten Viertelfinalspiel auf Olympique Lyon.


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Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  Zur Galerie
Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  ©

Für die Zukunft hält Vogts einen ähnlichen Modus für die richtige Entscheidung. "Die Viertelfinalpartien müssen wieder im altbewährten Modus ausgetragen werden. Denn bis dorthin schaffen es immer wieder auch Überraschungsteams – wie in dieser Saison Bergamo. Solchen Klubs das Recht auf ein Champions-League-Viertelfinale in ihrer Stadt – dem vielleicht größten Spiel der Vereinsgeschichte – zu verwehren, wäre falsch", schreibt der ehemalige Bundestrainer.

Vogts wünscht sich Spiel um Platz drei

Zudem solle die UEFA laut Vogts ein Spiel um den dritten Platz einführen. "Zum einen wäre dies aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, zum anderen würden die Verlierer der Halbfinals nicht nur für eine Partie anreisen müssen", sagt Vogts, der wie auch Sky-Experte Dieter Hamann und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge nach lobenden Worten über den neuen Modus wohl nicht mit einer Veränderung rechnen kann.

Ein erneutes Finalturnier in der Champions League wird es nicht geben - zumindest, wenn es nach UEFA-Präsident Aleksander Ceferin geht. Der Slowene deutete an, dass das Blitzturnier in Lissabon ein Einzelfall bleiben solle. "Dieses Turnier mag interessant sein. Aber ich glaube nicht, dass wir das in der Zukunft durchführen können. Dafür ist im Kalender kein Platz", sagte der 52-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur AFP in Lissabon.