24. August 2021 / 21:45 Uhr

Berufung beim DFB: Van Bommel muss nach Frankfurt, Münster bleibt zuversichtlich

Berufung beim DFB: Van Bommel muss nach Frankfurt, Münster bleibt zuversichtlich

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Muss wieder zum DFB: Wolfsburg-Trainer Mark van Bommel.
Muss wieder zum DFB: Wolfsburg-Trainer Mark van Bommel. © Frank Rumpenhorst/dpa
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Am Donnerstag wird der Pokal-Wechselfehler des VfL Wolfsburg beim DFB verhandelt - in zweiter Instanz. Das Sportgericht hatte zunächst die Partie für Preußen Münster gewertet, der VfL war in die Berufung gegangen.

Das Pokal-Aus des VfL Wolfsburg wird neu verhandelt. Nachdem das DFB-Sportgericht in der vergangenen Woche per Urteil aus dem 3:1-Erstrundensieg bei Preußen Münster eine 0:2-Niederlage gemacht hatte, entscheidet nun das Bundesgericht am Donnerstag über die Wolfsburger Berufung. Der VfL hatte in der Partie am 8. August sechsmal ausgewechselt, obwohl nur fünf Wechsel erlaubt waren. Fraglich ist, wer die Hauptschuld am Wechselfehler trägt. Das Sportgericht sah den VfL in der Verantwortung, die Wolfsburger wenden dagegen ein, dass das Schiri-Gespann den regelwidrigen Wechsel hätte verhindern müssen und plädiert darum für ein Wiederholungsspiel.

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Bei Preußen Münster geht man davon aus, dass das Urteil aus erster Instanz Bestand haben wird. „Die Urteilslinie war relativ klar. Auch der Paragraf dazu liest sich eindeutig aus unserer Sicht", sagte Geschäftsführer Bernhard Niewöhner den Westfälischen Nachrichten. Für den Viertligisten hat der Münchner Jurist Simeon Scheuermann eine Stellungnahme zum von VfL-Anwalt Christoph Schickhardt formulierten Berufungsantrag formuliert. Das DFB-Bundesgericht entschied daraufhin, dass ein schriftliches Verfahren nicht ausreicht - und nun erneut in der Frankfurter DFB-Zentrale verhandelt wird. Für den VfL werden nach jetzigem Stand dann wieder Trainer Mark van Bommel, Sportdirektor Marcel Schäfer, Torwarttrainer Pascal Formann, Geschäftsführer Tim Schumacher, Justiziar Christopher Wendisch und Anwalt Christoph Schickhardt (Ludwigsburg) vor Ort sein.

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Für Preußen geht es in der Berufungsverhandlung nicht nur um den sportlichen Erfolg, sondern auch um finanziellen Spielraum. Die Münsteraner wollen bis zur Schließung der Transferliste in einer Wochen ihren Kader noch verstärken - die rund 250.000 Euro, die der Einzug in die zweite Runde bringt, kämen da sehr gelegen. In der Regionalliga West gilt das Team von Trainer Sascha Hildmann als einer der Aufstiegsfavoriten, hat die ersten beiden Spiele gewonnen. Am Mittwoch steht gegen die Sportfreunde Lotte die dritte Partie an.

Sollte das Bundesgericht des DFB auf ein Wiederholungsspiel, wird's zeitlich eng. Zum einen müsste die für Sonntag geplante Zweitrunden-Auslosung in der ARD-Sportschau verlegt werden, zum anderen hat der VfL bis zur zweiten Runde am 26./27. Oktober nur noch wenige Spieltermine unter der Woche frei. Champions League und Länderspielabstellung machen den Terminplan so eng, dass eigentlich nur der 22. September für eine Pokalwiederholung in Frage kommt.