02. Februar 2022 / 14:11 Uhr

Bundesweit einheitliche Regeln beschlossen: Bundesliga-Klubs dürfen wieder mehr Fans in Stadien lassen

Bundesweit einheitliche Regeln beschlossen: Bundesliga-Klubs dürfen wieder mehr Fans in Stadien lassen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Tribünen der Bundesliga-Stadien werden sich künftig wieder etwas füllen.
Die Tribünen der Bundesliga-Stadien werden sich künftig wieder etwas füllen. © GETTY/LEONHARD SIMON
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Die Arenen in Deutschland öffnen ihre Pforten wieder für mehr Zuschauer. Wie aus einem neuen Beschluss vom Mittwoch hervorgeht, dürfen bis zu 10.000 Fans bei überregionalen Großveranstaltungen dabei sein - bei einer maximalen Auslastung von 50 Prozent.

Nach einem Beschluss der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien dürfen deutschlandweit die Stadien und Hallen wieder mit mehr Zuschauern gefüllt werden. Bei überregionalen Großveranstaltungen im Freien dürfen bei einer maximalen Auslastung von 50 Prozent bis zu 10 000 Menschen dabei sein. In Innenräumen liegt die zulässige Auslastung "bei maximal 30 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität, jedoch nicht mehr als insgesamt 4000 Zuschauenden", heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss vom Mittwoch, der den Bundesländern nahegelegt wird, jeweils aber noch in die Corona-Verordnungen übernommen werden muss. Die Entscheidung hierüber liegt allerdings bei der jeweiligen Landesregierung.

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Bund und Länder hatten in der vergangenen Corona-Konferenz am 24. Januar beschlossen, dass bis zum 9. Februar einheitliche Regeln vereinbart werden sollen. In der Folge wurde allerdings beispielsweise in Bayern bereits die Zulassung von bis zu 10 000 Menschen (maximal 25 Prozent der Gesamtkapazität) erlaubt. Auch in weiteren Bundesländern unterscheiden sich die Regeln noch teils deutlich.

In Nordrhein-Westfallen wurden die neuen Regeln noch am Mittwoch umgesetzt. Die drei Bundesligisten Borussia Dortmund, 1. FC Köln und Arminia Bielefeld, die gegen die vorherige NRW-Verordnung mit der Beschränkung auf 750 Zuschauer juristisch vorgegangen waren, dürfen damit in ihren Heimspielen am Wochenende wieder deutlich mehr Fans empfangen. Der FC zog damit auch seine Klage gegen die Beschränkungen zurück.

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Für Hertha BSC kommt die Lockerung indes zu spät. Der Berliner Senat wird sich nach Angaben der Gesundheitsverwaltung voraussichtlich erst am kommenden Dienstag mit der Thematik beschäftigen. Die Hertha muss aber schon am Freitag gegen den VfL Bochum ran. Beim Heimspiel zuletzt gegen den FC Bayern München hatten 3000 Fans ins Stadion gedurft.

Auch RB Leipzig war in Sachsen vor Gericht gezogen, die Landesregierung hatte dann aber von sich aus die Zuschauerbeschränkung von zuvor 1000 Fans angehoben. Kurz vor dem Beschluss der Staats- und Senatskanzleien hatte sich am Mittwoch auch das Bundesinnenministerium für eine einheitliche Regelung ausgesprochen "die die anhaltenden Erfordernisse der Pandemie angemessen berücksichtigt".

Hessen kündigt Übernahme der Beschlüsse an – Niedersachsen sträubt sich

In dem nun gefassten Beschluss sind weiterhin strikte Corona-Vorgaben enthalten. "Für überregionale Großveranstaltungen gilt die Pflicht zum Tragen mindestens einer medizinischen Maske", heißt es. "Zusätzlich werden auf Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Einlassmanagement und Abstandsregelungen und ggf. weitere Schutzmaßnahmen getroffen." Zulässig ist die Ausrichtung überregionaler Großveranstaltungen nur mit Vorgaben der 2G-Regel oder 2G-Plus-Regel.

Laut Protokollerklärung kündigten die Bundesländer Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt an, "im Rahmen ihrer Regelungen allerdings geringfügig" abweichen zu wollen. Mecklenburg-Vorpommern ließ anmerken, es sei der "Auffassung, dass der vorgesehene Rahmen in der gegenwärtigen Phase der Pandemie aktuell nicht ausgeschöpft werden sollte". Während in Hessen die Lockerungen gut aufgenommen werden und Ministerpräsident Volker Bouffier ankündigte, dass das Bundesland die Beschlüsse der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien übernehmen werde, sträubt sich das Land Niedersachsen. Dort soll es bis zum 16. Februar bei höchstens 500 erlaubten Zuschauenden bleiben.