24. November 2020 / 11:28 Uhr

Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport

Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Geisterspiele (wie hier in Stuttgart) werden im deutschen Profisport noch mindestens bis zum Jahresende die Regel bleiben.
Geisterspiele (wie hier in Stuttgart) werden im deutschen Profisport noch mindestens bis zum Jahresende die Regel bleiben. © imago images/Michael Weber
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Geisterspiele bis zum Jahresende für den gesamten Profisport - wird die Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten bei der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch bestätigt, wäre genau das die Folge. Mit Corona-Lockerungen können Fußball, Handball und Co. demnach nicht rechnen.

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Der Sport darf vorerst nicht auf Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. Die Bundesländer plädieren dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Lockdown zunächst bis zum 20. Dezember bundesweit aufrechtzuerhalten. Dies geht aus der Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für die Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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Für den Profisport würde dies konkret bedeuten, dass der Ligen-Betrieb nur mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann. Nach dem Fußball, Handball, Basketball und Volleyball will auch die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) am 17. Dezember in die Saison starten. Weiterhin ruhen soll der Amateursport.

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Die Profivereine dürfen aber neben der Saisonfortsetzung auch auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen durch den Bund bis zur Mitte des kommenden Jahres hoffen. Die Regelung solle für diejenigen Wirtschaftsbereiche gelten, "die absehbar auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen, ohne von Schließungen betroffen zu sein", heißt es in dem Papier der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

Quarantänezeit könnte verkürzt werden

Geplant ist zudem, die Quarantänezeit einheitlich von zwei Wochen auf zehn Tage zu verkürzen. Dies hätte einen entlastenden Effekt auch für den Profisport, wo zuletzt mehrere Mannschaften nach positiven Corona-Fällen für 14 Tage in die Komplett-Isolation gehen mussten. Das hatte vor allem im Handball zu diversen Spielabsagen und wegen des dadurch zunehmenden Termindrucks zu einer kontroversen Debatte um eine mögliche WM-Absage geführt.