07. März 2021 / 15:13 Uhr

Besser als Grafite und Dzeko: Weghorst stellt neuen Wolfsburg-Rekord auf

Besser als Grafite und Dzeko: Weghorst stellt neuen Wolfsburg-Rekord auf

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wout Weghorst traf für den VfL in Hoffenheim.
Wout Weghorst traf für den VfL in Hoffenheim. © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Wout Weghorst verlor mit dem VfL Wolfsburg bei 1899 Hoffenheim und zeigte seinen Frust hinterher im Sky-Interview. Zuvor hatte der VfL-Torjäger mit seinem Treffer aber immerhin für neue Bestmarken gesorgt.

Tor gemacht, damit die eigene Torlos-Serie nach 434 Minuten beendet – irgendwie war es klar dass Wout Weghorst für den VfL Wolfsburg im Bundesliga-Spiel beit 1899 Hoffenheim trifft. Die Kraichgauer liegen dem VfL-Top-Torjäger besonders gut. In sechs Spielen hat Weghorst, der nach dem Spiel einen Sky-Reporter anmotzte, nun sieben Tore gegen 1899 geschossen – und damit so viele wie gegen kein anderes Team, gegen das er in seiner Profi-Karriere gespielt hat.

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Trotz der 1:2-Niederlage stellte Weghorst eine neue Bestmarke auf. Der Torjäger hat nicht nur seine Mini-Flaute beendet, sondern ist nun der erste Wolfsburger in der Bundesliga-Geschichte, der in drei aufeinander folgenden Spielzeiten 15 oder mehr Tore erzielte - das hatten nicht einmal Edin Dzeko oder Grafite geschafft. Getröstet hat’s ihn nicht. „Wir hatten noch Super-Möglichkeiten, beispielsweise meinen Kopfball. Der muss besser kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir es gut gemacht, die Restverteidigung war gut, fast jeder zweite Ball war bei uns“, sagte er. Dass es dennoch nicht für wenigstens einen Punkt reichte, ist „sehr enttäuschend, es war absolut unnötig“.

<b>Koen Casteels</b>: Bei den Gegentoren machtlos, ansonsten gewohnt sicher, aber nicht stark beschäftigt. - Note 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Bei den Gegentoren machtlos, ansonsten gewohnt sicher, aber nicht stark beschäftigt. - Note 3 ©

Sechsmal jeweils war der 28-Jährige in seiner Zeit in der Eredivisie gegen den FC Groningen, PEC Zwolle und Twente Enschede zur Stelle gewesen, sechs Tore waren es vor diesem Spieltag auch gegen 1899. Besonders stark war er im vergangenen Jahr gegen die Kraichgauer, im Februar 2020 schoss er beim 3:2-Sieg den einzigen Auswärts-Dreierpack in der Bundesliga. Diesmal hätte es ein weiteres Tor sein können, wenn nicht gar müssen, als Weghorst in der zweiten Halbzeit einen Kopfball aus Nahdistanz übers Tor setzte.

Wäre dieser Ball drin gewesen, hätte Weghorst jetzt insgesamt 49 Tore auf seinem Bundesliga-Konto stehen, so bleibt er in 90 Erstliga-Spielen bei starken 48 stehen, zieht damit mit dem Ex-Wolfsburger Bas Dost (jetzt FC Brügge) gleich und ist nun gemeinsam mit Dost fünftbester niederländischer Torschütze in der Bundesliga. Nur Roy Makaay (78, Karriere beendet), Klaas-Jan Huntelaar (82, FC Schalke), Rot-Weiß-Essen-Legende Willi Lippens (92) und Ex-Bayern-Star Arjen Robben (99, jetzt beim FC Groningen) haben mehr Erstliga-Treffer geschafft.

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Die Zu-null-Serie von Weghorst und Co. ist am Samstagnachmittag gerissen, die mehr als zwei Monate andauernde Serie ohne Bundesliga-Niederlage auch - entsprechend groß war der Frust beim VfL. 1899 ist nach den Bayern und Dortmund erst das dritte Liga-Team, das gegen die Niedersachsen gewann. Besonders bedient war Wolfsburgs 15-Tore-Mann. „Ist das dein Ernst?“, raunzte der Niederländer Sky-Reporter Martin Groß an, der nach Abpfiff von einer „Delle“ sprach, weil der VfL unter der Woche auch das Pokalspiel in Leipzig verloren hatte. Weghorst zornig: „Vorher haben wir wie lange nicht verloren? Wenn du so anfängst zu reden, bist du von der ersten Minute an ganz negativ eingestellt. Dann höre ich auf.“ Und der Zoff ging weiter: „Es ist unsere erste Bundesliga-Niederlage nach zwei Monaten. Da musst du dich erst mal besser einlesen und deine Frage dann anders formulieren...“

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