21. April 2021 / 15:48 Uhr

Best-of-Three verlor Wolfsburg nie: Aber Bremerhaven ist der Angstgegner

Best-of-Three verlor Wolfsburg nie: Aber Bremerhaven ist der Angstgegner

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Best of Three ist Grizzlys-Sache: Tyler Haskins war immer dabei. Nun ist er es als Co-Trainer.
Best of Three ist Grizzlys-Sache: Tyler Haskins war immer dabei. Nun ist er es als Co-Trainer. © Britta Schulze
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Gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven brauchen die Grizzlys Wolfsburg am Donnerstagabend (19.30 Uhr) unbedingt einen Sieg - sonst ist die Saison vorbei. Das Gute: Die Best-of-Three-Bilanz der Wolfsburger in der DEL ist makellos. Das Schlechte: Die Play-Off-Bilanz gegen Bremerhaven ist es nicht.

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Die Fischtown Pinguins waren in den vergangenen Spielzeiten nicht der Lieblingsgegner der Grizzlys Wolfsburg. In dieser Saison ist die Bilanz bei 1:4 Siegen negativ. Und wenn sie am Donnerstag (19.30 Uhr) nicht aufgebessert wird, ist die Saison vorbei. Wolfsburg muss das zweite Play-Off-Viertelfinalspiel gewinnen, um noch eine dritte Partie zu erzwingen. Es wird prickelnd. Fakt ist: Wolfsburg verlor Best-of-Three-Serien in der DEL noch nie. Fakt ist aber: Die einzige Play-Off-Serie überhaupt gegen Bremerhaven entschieden die Pinguins für sich. Aber es war eine Best-of-Five-Serie. Das war 2006.

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Die Saison 2005/06 war eine Schlüssel-Serie für die Grizzlys. Der Hallen-Umbau war in der Pipeline, allerdings sollten die 2005 mangels geeigneter Halle aus der DEL geworfenen Wolfsburger möglichst wieder aufsteigen, mindestens aber einen Play-Off-Platz erreichen, damit das Projekt kommt. Der EHC, damals noch Grizzly Adams, hatte einen schwachen Start. lm Winter löste Toni Krinner Bob Leslie als Trainer ab und stabilisierte den EHC, der schließlich noch als Achter die Play-Offs erreichte. Doch das hieß auch: Im Viertelfinale wartete die Übermannschaft Bremerhaven, die mit 24 Punkten mehr Erster geworden war.

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Da war Feuer drin. Bremerhavens René Röthke hatte die Wolfsburger vorher als „fies und dreckig“ bezeichnet, Krinner den Stürmer mit „Waschweib“ gekontert. Bremerhaven gewann Spiel eins mit 4:1. Spiel zwei ging nach Penaltys (Tim Regan verwandelte den entscheidenden) mit 3:2 an die Gastgeber. Vor dem Entscheidungsschießen war es mächtig rund gegangenen. Etliche Spieler boxten, unter anderem der spätere Schiedsrichter Lars Brüggemann auf Wolfsburger Seite und Röthke auf der anderen. Die folgenden drei Spiele gingen an die Pinguins, die aber Straubing den Titel und Aufstieg überlasen mussten. 



Wolfsburg kehrte mit dem 2017 im Alter von 49 Jahren verstorbenen Krinner im Jahr 2007 in die DEL zurück. Bemerkenswert noch: Bei Bremerhaven spielte 2005/06 Elvis Beslagic. Zwei Jahre zuvor war er mit den Grizzlys in die DEL aufgestiegen, hatte keinen neuen Vertrag mehr bekommen. Zur Saison 2006/07 war er wieder bei den Grizzlys, stieg erneut mit ihnen auf und ging erneut wieder. 2013 verstarb der Verteidiger im Alter von 39 Jahren.

In der DEL hatten die Grizzlys drei Best-of-Three-Auftritte: 2013 warfen sie Nürnberg mit 2:1 Siegen raus, waren damit der erste Zehnte, der das Viertelfinale erreichte. Spiel eins in Nürnberg war damals verloren gegangen. In Nürnberg banden die Grizzlys in Spiel drei den Sack zu. Im Viertelfinale warf Wolfsburg den Hauptrunden-Sieger Mannheim mit 4:2 Erfolgen raus.

2015 eliminierten die Wolfsburger als Siebter die Krefeld Pinguine mit 2:1 Siegen, kamen dann über München (4:0 Siege) ins Halbfinale (0:4 Siege gegen Mannheim).

Bei seiner letzten Play-Off-Teilnahme 2018 hatte Wolfsburg mit einer Niederlage in Schwenningen am letzten Hauptrundenspieltag die direkte Viertelfinal-Quali verpasst, warf dann den zehnten Schwenningen in den Pre-Play-Offs raus. Im Viertelfinale war Endstation gegen Berlin mit 1:4 Siegen.

Immer dabei: Manager Charly Fliegauf, Tyler Haskins (heute Co-Trainer), Sebastian Furchner und Armin Wurm.

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