06. Oktober 2020 / 16:14 Uhr

Bestätigt: Deutschland-Spiel gegen die Türkei vor maximal 300 Zuschauern – Corona-Inzidenz in Köln zu hoch

Bestätigt: Deutschland-Spiel gegen die Türkei vor maximal 300 Zuschauern – Corona-Inzidenz in Köln zu hoch

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Länderspiel zwischen Deutschland und der Türkei findet in Köln vor lediglich 300 Zuschauern statt.
Das Länderspiel zwischen Deutschland und der Türkei findet in Köln vor lediglich 300 Zuschauern statt. © Sebastian El Saqqa/ firosportphoto/POOL
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Am Mittwochabend testet die deutsche Nationalmannschaft in Köln gegen die Türkei. Wie die Stadt Köln nun mitteilte, können bei der Partie nicht wie vom DFB angedacht über 9.000 Zuschauer im Stadion sein. Wegen zu hoher Corona-Inzidenz dürfen stattdessen höchstens 300 Fans dabei sein.

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Eine große Kulisse bekommt das Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Türkei am Mittwoch nicht: Wie die Stadt Köln am Dienstag mitteilte, sind aufgrund der zu hohen Corona-Inzidenz in der Stadt maximal 300 Zuschauer im Müngersdorfer Rheinenergie-Stadion zum Spiel am Abend (20.45 Uhr, RTL) erlaubt. Der Deutsche Fußball-Bund hatte eigentlich geplant, vor bis zu 9.200 Fans anzutreten. Da die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in Köln am Dienstag aber bei 38,6 Fällen pro 100.000 Einwohner lag und damit über dem Grenzwert von 35, fallen diese Pläne nun ins Wasser.

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Es sei sehr schade, "aber die richtige Entscheidung, auch in Köln weitestgehend auf Publikum zu verzichten", sagte DFB-Präsident Fritz Keller. "Gleichzeitig freuen wir uns, dass uns morgen kein weiteres Geisterspiel bevorsteht und zumindest 300 Zuschauerinnen und Zuschauer dabei sein können."

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DFB-Manager Oliver Bierhoff hatte sich am Dienstagmorgen schon skeptisch zu den Chancen für ein gefülltes Stadion geäußert: "Heute Morgen lag die Inzidenzzahl über 38, ist gegenüber dem Köln-Spiel am Wochenende (vor 300 Zuschauern, d. Red.) also nochmal gestiegen, sodass meine Hoffnung nicht so hoch ist, dass wir vor Zuschauern spielen können", sagte der 52-Jährige. "Das akzeptieren wir dann, auch wenn es natürlich schön wäre, wenn es ginge."

Vor der Länderspielphase gibt es ohnehin größere Corona-Sorgen. Nach den Fällen beim nächsten deutschen Gegner Ukraine gibt es auch beim dritten DFB-Kontrahenten Schweiz einen positiven Test. Der frühere Bayern-Profi Xherdan Shaqiri sei auf Covid-19 getestet worden, teilte der Verband mit. Der 28-Jährige vom FC Liverpool befinde sich nun in Quarantäne. Die SFV-Auswahl von Trainer Vladimir Petkovic trifft in der Nations League am 13. Oktober in Köln auf die deutsche Nationalmannschaft. Nach zwei positiven Corona-Tests bei Schachtjor Donezk fehlen der Ukraine indes kurz vor der Nations-League-Partie insgesamt sechs Spieler. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw tritt am Samstag in Kiew an.

Der Wiederbeginn der Nationalmannschaft im September nach zehnmonatiger Corona-Pause war in Stuttgart gegen Spanien (1:1) und in Basel gegen die Schweiz (1:1) komplett ohne Zuschauer erfolgt. Für das erste Länderspiel mit der Zulassung von Zuschauern hatte der DFB für eine Austragung in Köln angekündigt, 9200 Freitickets zu verteilen. Diese waren auch als Dankeschön-Aktion für die Menschen gedacht, die sich "in der Corona-Pandemie für andere eingesetzt" haben. Nun sollen die kostenlosen Tickets für das Nations-League-Spiel am kommenden Dienstag in Köln gegen die Schweiz gelten, falls es dann die Corona-Lage zulässt.