05. Oktober 2020 / 16:20 Uhr

Bestätigt: Douglas Costa kehrt zum FC Bayern zurück – Blitz-Comeback nach drei Jahren

Bestätigt: Douglas Costa kehrt zum FC Bayern zurück – Blitz-Comeback nach drei Jahren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Douglas Costa kehrt zum FC Bayern München zurück.
Douglas Costa kehrt zum FC Bayern München zurück. © imago images/LaPresse
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Der FC Bayern wartet auf dem Transfermarkt mit einer kreativen Lösung auf: Der Rekordmeister hat die Verpflichtung von Douglas Costa von Juventus Turin bekannt gegeben. Der Brasilianer hatte den FCB vor drei Jahren unter kontroversen Umständen verlassen.

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Mit diesem Comeback hätte wohl niemand gerechnet: Der FC Bayern München hat die Verpflichtung von Douglas Costa bekannt gegeben. Der brasilianische Flügelspieler kommt auf Leihbasis vom italienischen Meister Juventus Turin und unterschreibt einen Vertrag bis zum Ende der Saison. Für den 30-Jährigen ist es eine überraschende Rückkehr an die alte Wirkungsstätte - bereits von 2015 bis 2017 hatte Costa für die Münchner gespielt, war dann jedoch in Ungnade gefallen und nach Turin veräußert worden.

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Nun kehrt er zurück - wohl auch, weil dem FCB auf dem Transfermarkt die Alternativen ausgegangen sind und nach den Verletzungsproblemen von Leroy Sané und Kingsley Coman dringend noch ein Spieler für die Außenbahn kommen musste. Der Wechsel von Wunschspieler Callum Hudson-Odoi, den Trainer Hansi Flick noch am Samstag in den höchsten Tönen gelobt hatte, zerschlug sich wenig später, weil Chelsea-Trainer Frank Lampard den 19-Jährigen nicht ziehen lassen wollte. Eine Offerte aus München lehnten die Londoner ab; der Triple-Gewinner schaute sich nach Alternativen um und wurde in Turin fündig - wohl auch, weil Costa im aktuellen Kader noch einige prominente Fürsprecher hat.

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Die Münchner hatten den trickreichen Brasilianer vor fünf Jahren für 30 Millionen Euro von Schachtjor Donezk gekauft und mit seiner Verpflichtung (und der von Kingsley Coman, der von Juventus kam) Trainer Pep Guardiola die von diesem erhofften Alternativen zu Arjen Robben und Franck Ribéry beschert. Costa spielte in seinen zwei Jahren in München 77 Mal, schoss 14 Tore und bereitete 27 Treffer vor; 2017 wurde er jedoch nach gescheiterten Vertragsverhandlungen zunächst für ein Jahr an Juventus verliehen und schließlich für 46 Millionen Euro verkauft - inklusive der 6-Mio-Leihgebühr.

Hoeneß über Costa: "Ein ziemlicher Söldner"

Mit seinen offensiven Forderungen nach einer Gehaltserhöhung hatte es sich Costa in seiner ersten Münchner Zeit unter anderem mit dem damaligen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß verscherzt. "Costa hat nicht funktioniert, weil er ein ziemlicher Söldner war, der uns charakterlich nicht gefallen hat", sagte Hoeneß einst der Frankenpost und legte bei Sky wenig später nach: Costa habe "nach kürzester Zeit, obwohl die Leistungen gar nicht so gut waren, mehr Geld haben wollen. Den haben wir zu den Bedingungen des FC Bayern abgegeben." Costa ist nun zurück - während Hoeneß sich im vergangenen Jahr zumindest aus der vordersten Bayern-Reihe zurückgezogen hat.