10. November 2020 / 20:11 Uhr

Bestätigt: Neapel-Einspruch abgelehnt – Wertung von Skandalspiel gegen Juventus bleibt bestehen

Bestätigt: Neapel-Einspruch abgelehnt – Wertung von Skandalspiel gegen Juventus bleibt bestehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der Einspruch vom SSC Neapel gegen die Wertung des Juventus-Spiels wurde abgelehnt.
Der Einspruch vom SSC Neapel gegen die Wertung des Juventus-Spiels wurde abgelehnt. © imago images/Insidefoto
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Niederlage für den SSC Neapel. Die Italiener blitzten mit ihrem Einspruch gegen die Wertung des skandalumwitterten Topspiels gegen Juventus Turin ab. Der Gattuso-Klub hatte Berufung eingelegt, nachdem die Partie wegen Nichtantretens der Gäste mit 3:0 für die Turiner gewertet wurde. Auch die verhängte Ein-Punkt-Sperre bleibt bestehen.

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Bitter für den SSC Neapel: Der Einspruch des italienischen Topklubs gegen die Wertung der Partie am 4. Oktober gegen Juventus Turin sowie der zusätzlich verhängten Ein-Punkt-Strafe wurde abgelehnt. Mit der Reise zum amtierenden italienischen Meister hätte das Team von Trainer Gennaro Gattuso gegen das COVID-19-Protokoll verstoßen. Die Mannschaft blieb in Napoli.

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Die Ansetzung der Partie zwischen Neapel und den Turinern Anfang Oktober war zur Farce geworden, weil Napoli die Reise nach Turin untersagt worden war. Napoli befand sich nach den positiven Corona-Tests der Spieler Piotr Zielinski und Eljif Elmas in Mannschaftsquarantäne und war von den zuständigen Gesundheitsbehörden bereits am Vortag des Spiels am Flug nach Turin gehindert worden. Der SSC Neapel hoffte anschließend vergeblich auf eine Absage des Topspiels. Im Allianz Stadium wartete Meister Juventus Turin auf seinen Gegner - im Wissen, dass die Napoli-Profis gar nicht erst nach Turin gereist waren.

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Das Nichtantreten der SSC wurde für die Süditaliener mit 0:3 gewertet. Ein Sportrichter lehnte den Antrag von Napoli auf Verschiebung des Spiels ab und bestrafte das Team zudem mit dem Abzug eines weiteren Zählers. Laut des Beschlusses der Serie A dürfen Spiele erst verlegt werden, wenn den Klubs weniger als 13 Profis zur Verfügung stehen oder zehn Corona-Fälle in einer Woche auftreten.

In der Ablehnung begründete das Berufungsgericht seine Entscheidung gegen den SSC Neapel. "Ihr (Neapels, d. Red.) Verhalten in den Tagen vor dem Spiel zielte bereits darauf ab, nicht zu spielen, was eindeutig gegen die Grundprinzipien verstößt, auf denen sportliche Gerechtigkeit beruht, nämlich Fairness, Anstand und Redlichkeit." Napoli hätte daher "die Sanktion verdient, weil es für sie nicht unmöglich war, an dem Spiel teilzunehmen", so die Erklärung weiter.


Neapel kündigt weiteres Vorgehen an

Neapel reagierte umgehend auf das Urteil und kündigte erneute Berufung an. "Der SSC Neapel stimmt der Entscheidung nicht vollständig zu, die inakzeptable Schatten auf das Verhalten des Unternehmens wirft", heißt es in der Pressemitteilung des Vereins. Napoli habe "stets Werte wie Loyalität und sportliche Verdienste verfolgt und wird auch in diesem Fall alle Initiativen ergreifen, um seinem auf die Achtung der öffentlichen Gesundheit ausgerichteten Verhalten gerecht zu werden und sicherzustellen, dass das Feld der einzige Richter ist, der über das Ergebnis eines Fußballspiels entscheidet." Das letzte Wort scheint in dieser Angelegenheit also nicht nicht gesprochen.