24. November 2020 / 16:45 Uhr

Offiziell: Schalke 04 trennt sich von Technischem Direktor Michael Reschke

Offiziell: Schalke 04 trennt sich von Technischem Direktor Michael Reschke

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Schalke 04 und Michael Reschke gehen künftig getrennte Wege.
Der FC Schalke 04 und Michael Reschke gehen künftig getrennte Wege. © imago images/RHR-Foto
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Das Chaos auf Schalke geht immer weiter. Wie der Verein nun mitteilte, trennt sich das Bundesliga-Schlusslicht mit sofortiger Wirkung von seinem Technischen Direktor Michael Reschke. Grund dafür seien unterschiedliche Auffassungen von der Zukunft des Klubs, heißt es.

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Nun ist es offiziell: Der FC Schalke 04 trennt sich von seinem Technischen Direktor Michael Reschke. Das teilte der Verein am Dienstag mit. Wer die Nachfolge Reschkes antritt, ist noch offen. Das Aus des 63-Jährigen passt in die turbulenten Tage auf Schalke. Erst am Montag wurde publik, dass Trainer Manuel Baum die Trainingseinheit am Sonntag aufgrund eines Konflikts zwischen Co-Trainer Naldo und Angreifer Vedad Ibisevic vorzeitig beenden musste, auch am Dienstag gab es Wirbel um S04, etwa um Abwehrspieler Benjamin Stambouli.

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"Wir danken Michael Reschke für seine geleistete Arbeit in alles anderen als einfachen Zeiten", sagte Sportvorstand Jochen Schneider in einer Mitteilung. "Letztlich hatten wir eine unterschiedliche Auffassung über die sportliche Zukunft des Vereins." Reschke zeigte sich davon "überzeugt, dass die Mannschaft die Qualität besitzt, die Klasse zu halten und werde weiterhin bei jedem Spiel mitfiebern".

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Reschke, der frühere Sportchef des VfB Stuttgart, war seit Juni 2019 gemeinsam mit Sportvorstand Jochen Schneider für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich. Das Verhältnis zwischen dem 63-Jährigen und Schneider galt als nicht besonders freundschaftlich. Nicht zuletzt die lange Treue zu Ex-Trainer David Wagner, der nach monatelanger Krise erst im September nach 18 Spielen in Serie ohne dreifachen Punktgewinn und fünf Liga-Pleiten am Stück gehen musste, soll intern für Misstöne gesorgt haben. Man sei sich in vielen Punkten nicht mehr einig, hieß es.

Neben der Unruhe auf der Führungsebene geht auch die sportliche Talfahrt der Schalker weiter. Noch 2018 wurde der Klub Vizemeister. Vor anderthalb Jahren stand S04 sogar noch im Achtelfinale der Champions League. Und jetzt steckt der Klub bis zum Hals im Abstiegskampf. Mehr als 300 Tage, fast ein ganzes Jahr also, warten die Königsblauen nun auf einen Sieg in der Bundesliga. Der legendäre Sieglos-Rekord von Tasmania Berlin, von dem man annahm, dass er nie wackeln würde, ist nur noch sieben Spiele entfernt. Durch die Niederlage gegen den VfL Wolfsburg (0:2) am Sonntag stürzte Schalke auf Rang 18 ab.