22. Januar 2022 / 13:00 Uhr

"Beste Kulisse der 3. Liga": TSV Havelse freut sich auf den 1. FC Magdeburg und liebt Pfiffe

"Beste Kulisse der 3. Liga": TSV Havelse freut sich auf den 1. FC Magdeburg und liebt Pfiffe

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Im Hinspiel konnte der TSV Havelse gegen den 1. FC  Magdeburg sogar in Unterzahl lange Zeit mithalten.
Im Hinspiel konnte der TSV Havelse gegen den 1. FC Magdeburg sogar in Unterzahl lange Zeit mithalten. © Florian Petrow
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Den Spielern des TSV Havelse wurde quasi untersagt, auf die Tabelle der 3. Liga zu gucken. Liebe Fußballer aus Garbsen: Bitte den nächsten Satz nicht lesen. Am Sonntag (15 Uhr) spielt der Tabellenletzte Havelse beim Spitzenreiter 1. FC Magdeburg. Elf Punkte haben die Magdeburger Vorsprung auf Platz zwei und sind Meister der Fans in den deutschen Profiligen. 15 000 Zuschauer dürfen live im Stadion dabei sein – so viele wie aktuell sonst nirgends.

Ob tatsächlich so viele Menschen in die MDCC-Arena gehen, um Havelse zu sehen? TSV-Manager Matthias Limbach hofft es. Sportlich geht Havelse verstärkt in die Partie mit dem neuen Defensivallrounder Leonardo Gubinelli (21). „Er ist spielberechtigt“, freut sich Limbach. Gubinelli, ein Name wie ein Edel-Italiener, den Havelse aus Basel kostenfrei lieh. Magdeburg verstärkte sich mal eben mit Tatsuya Ito und Moritz Kwarteng – beide spielten früher beim Hamburger SV. Die Unterschiede könnten nicht größer, die Favoritenrolle nicht klarer verteilt sein. Aber Limbach stört das nicht, auch nicht die Atmosphäre.

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„Wir haben das in Saarbrücken gemerkt: Die pfeifen uns aus und die Spieler scheinen es zu lieben“, sagt der TSV-Manager. „In Osnabrück haben wir auch gegen die Kurve 0:0 gespielt. Die Atmosphäre gegen uns scheint uns zu liegen.“

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„Alle sind voller Vorfreude, vor der besten Kulisse der 3. Liga spielen zu können.“

In Saarbrücken schaffte Havelse ein 2:2. Saarbrücken, Magdeburg, „in etwa eine Kragenweite“, findet Limbach. „Die Vorzeichen sind klar“, sagt Trainer Rüdiger Ziehl. „Aber es ist nicht die Idee, dort 0:2 zu verlieren, wir werden einen Plan haben, dagegenhalten und Nadelstiche setzen.“

Julius Langfeld und Torben Engelking sind die Spitzenjoker, die Magdeburg mit ihrem Tempo piksen können. Im Hinspiel (1:3) war Havelse übrigens lange Zeit gleichwertig, sogar in Unterzahl hielt der Aufsteiger dagegen. Eine gelb-rote Karte gegen Fynn Lakenmacher und zwei Elfer für Magdeburg entschieden die Partie.

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Julius Düker hat seinen Kollegen bereits „von der Stimmung im Stadion erzählt“, sagt der Mittelstürmer. „Alle sind voller Vorfreude, vor der besten Kulisse der 3. Liga spielen zu können.“ Düker stürmte 50 Spiele für Magdeburg. Er wird vielleicht nicht sofort ausgepfiffen, meint Limbach: „Ich glaube, die mögen ihn da noch.“

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