21. Dezember 2021 / 13:44 Uhr

Bestensee-Coach Thomas Niesler zur Re-Start-Entscheidung: "Für mich viel zu überstürzt"

Bestensee-Coach Thomas Niesler zur Re-Start-Entscheidung: "Für mich viel zu überstürzt"

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Sah eine gutes erste Hälfte seines Teams: Union-Coach Thomas Niesler.
Thomas Niesler (Trainer SV Grün-Weiß Union Bestensee). © Oliver Schwandt
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Vereinsleben: Trainer aus dem Fußballkreis Dahme/Fläming äußern sich zur Fortführung der Saison ab Januar.

Die Entscheidung des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB) ist gefallen, der Männerspielbetrieb wird mit Beginn des neuen Jahres fortgesetzt. Der SPORTBUZZER hat einige Trainer aus dem Dahmeland befragt, was sie von dem Entschluss halten. „Grundsätzlich sind wir für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs und freuen uns darauf, endlich auch wieder Spiele bestreiten zu können. Jedoch bin ich noch etwas skeptisch, was die aktuelle Lage betrifft. Daher müssen wir abwarten, was die Politik entscheidet und ob wir wirklich die Saison weiterführen dürfen“, sagt Miersdorf-Coach Alexander Schröder. Sein Brandenburgliga-Kollege vom SV Frankonia Wernsdorf, Torsten Boer, hat folgende Meinung: „Wir nehmen die Entscheidung so hin, obwohl es für uns problematisch ist, die gesamte Vorbereitungszeit nach vorne zu ziehen. Ich hätte sehr begrüßt, wenn der FLB erst einmal auf eine politische Entscheidung gewartet hätte.“

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Für Stephan Rosenberg von der SG Niederlehme (Landesklasse Ost) kam die Entscheidung schon etwas überraschend. „Für mich ist dieser Entschluss sehr kurzfristig gefallen. Nichtsdestotrotz werden wir in der ersten Januar-Woche mit dem Training starten, da die Zeit bis zum ersten Spiel am 5. Februar etwas kurz ist. Entscheidend wird sein, ob das Wetter auch mitspielt, da wir über keinen Kunstrasenplatz verfügen.“

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Sein Trainerkollege vom SV Grün-Weiß Union Bestensee, Thomas Niesler, glaubt an eine Hauruckentscheidung des FLB. „Für mich ist diese Saisonfortführung viel zu überstürzt gefallen, da mit der neuen Coronavariante Omnikron mit einem weiteren Lockdown zu rechnen ist. Was für mich aber überhaupt nicht geht, ist die 2G-Regel, da im Profifußball alle Spieler eingesetzt werden können, im Amateurbereich nicht. Ich muss ja zum Beispiel auf einige Akteure in meinem Team verzichten, die nicht geimpft sind. Das ärgert mich sehr, da ungeimpfte Profis weiterhin ihren Job nachgehen können“, lässt Niesler Dampf ab.

Noro Schwarz, Landesklasse-Coach des FSV Eintracht Königs Wusterhausen, findet die derzeitige Situation nicht einfach. „Das ist wirklich ein schwieriges Thema, da sich die Ausgangslage nach gut sechs Wochen vorzeitiger Pause sich nicht geändert hat, da weiterhin die 2G-Regel gilt. Aus diesem Grund werden wir die gleichen Probleme haben, die wir bereits vor der Unterbrechung hatten. Hinzu kommt, dass unser polnischer Stürmer Maciej Hofman aus seinem Heimatland gar nicht einreisen darf“, berichtet Schwarz. „Ich habe schon die Unterbrechung nicht verstanden, weil sie nicht für alle Bundesländer galt. Das hätte nicht sein müssen“, so Christian Schneemann vom Kreisoberligisten Schulzendorf.