06. Juni 2019 / 18:54 Uhr

Besuch zuhause - Uwe Seeler im Fußballpark Malente 

Besuch zuhause - Uwe Seeler im Fußballpark Malente 

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Hans-Ludwig Meyer (l.) und Uwe Seeler (r.) im USFP in Malente.
Hans-Ludwig Meyer (l.) und Uwe Seeler (r.) im "USFP" in Malente. © SHFV/hfr
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Er wollte mal wieder nach dem Rechten sehen in „seinem“ Fußballpark – und man wollte ihn informieren, wie die Anlage zukunftsfähig modernisiert werden soll: Uwe Seeler besuchte an diesem Donnerstag (6. Juni) zusammen mit seiner Gattin Ilka die nach ihm benannte Sportschule in Malente. Und das 82-jährige HSV-Idol war zufrieden mit dem, was er sah.

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Uwe Seeler Fußball Park begehrt - VfB Lübeck zu spät dran

2013 war die Anlage komplett überholt und modern ausgebaut worden, seitdem heißt sie „Uwe Seeler Fußball Park“, seitdem hat „Uns Uwe“ sein eigenes Zimmer ganz oben in der Ecke des Neubaus mit Panoramablick über die Fußballplätze bis hinüber zum Kellersee. Damals wurden Millionen investiert, um die zuvor doch eher altbackende Sportschule, wo Helmut Schön und Berti Vogts die deutsche Nationalmannschaft einst fit gemacht hatten, konkurrenzfähig zu machen. „Im letzten Jahr haben wir erstmals schwarze Zahlen geschrieben“, freut sich SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer, der „meinen guten Freund Uwe“ gestern natürlich persönlich begrüßte. Meyer. „Wir sind da jetzt gut aufgestellt, aber die Anforderungen steigen, wir sind längst nicht nur Sport- sondern auch Tagungshotel.“ Und die Anlage ist gefragt. Der VfB Lübeck zum Beispiel, der sich im Sommer zuletzt in Malente fit machte, bekam diesmal eine Absage, war zu spät dran. Und muss sein Trainingslager nun in Niedersachsen durchführen.

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Der Verband wird also wieder investieren – 1,939 Millionen Euro. Die Küche wird vergrößert, neue Fenster und Nasszellen müssen her, überall soll Barrierefreiheit herrschen. Der Altbau, der noch den Charme der 1970er Jahre versprüht, wird entstaubt. „Aber bitte keine Einzelzimmer, das müssen Doppelzimmer bleiben“, wünschte sich Seeler, der auf Teamgeist setzt im Fußball, der mittlerweile viel zu sehr von Individualisten und Egoisten geprägt sei.

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Tobias Kruse, SHFV-Geschäftsführer und zuständig für den „USFP“, präsentierte dem höchst interessierten Ehrengast die Pläne – und versprach. „Wir bleiben bei der Zweibettzimmerstruktur.“ Seeler vernahm es zufrieden, signierte neue, sehr alte Fotos von sich (Gattin Ilka war geradezu verzückt vom „schmucken, jungen Uwe“) und zum Abschied überreichte er ein großes, gerahmtes Poster von seinem Herzensklub, Titel „HSV – 50 Jahre Bundesliga“. Das bekommt in „seinem“ Sportpark einen Ehrenplatz.