09. Februar 2021 / 12:03 Uhr

Besuche, Aufgaben, Deutschstunden: So bereitet sich Josko Gvardiol auf RB Leipzig vor

Besuche, Aufgaben, Deutschstunden: So bereitet sich Josko Gvardiol auf RB Leipzig vor

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Josko Gvardiol bejubelt sein Tor für Dinamo Zagreb im Europa-League-Duzell mit ZSKA Moskau.
Josko Gvardiol bejubelt sein Tor für Dinamo Zagreb im Europa-League-Duzell mit ZSKA Moskau. © imago images/Pixsell
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Er war eines der am meisten umworbenen Abwehrtalente. RB Leipzig erhielt schließlich den Zuschlag. Josko Gvardiol kommt im Sommer von Dinamo Zagreb und soll fünf Jahre lang an der Pleiße bleiben. Sein Job: Abwehrchef Dayot Upamecano zu ersetzen. In einem kroatischen Podcast sprach der Kicker nun darüber, wie ihn die Roten Bullen erobert haben.

Leipzig. Josko Gvardiol wird im Sommer von Dinamo Zagreb an die Pleiße wechseln, der Transfer wurde bereits Ende September 2020 über die Bühne gebracht. Da unterschrieb der Kroate einen Fünf-Jahres-Vertrag bei den Roten Bullen. Die Fußstapfen, in die er treten soll, sind die von Dayot Upamecano. Dass der Franzose RB Leipzig im Sommer verlässt, gilt als sicher. Nur das Ziel, scheint noch unklar. Der FC Bayern München buhlt heftig und öffentlich um den RB-Abwehrchef. Eine Ausstiegsklausel in Höhe von kolportierten 42 Millionen Euro macht's möglich.

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„Ich wäre in der Premier League sehr schnell untergegangen“

„Sie haben mir von Beginn an gesagt, dass geplant ist, dass ich Upamecano nach seinem Abgang auf seiner Position ersetze“, erzählte Gvardiol jetzt im kroatischen „A1 Nogometni podcast“ (dt. „A1 Fußball-Podcast“). Das Defensivtalent sprach zudem über den Transfer und warum er sich für Leipzig entschied, obwohl sich auch der Premier League Club Leeds United bei ihm gemeldet hatte.

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„Es war schon immer mein Traum in England Fußball zu spielen. Aber man denkt rationaler, wenn das Angebot tatsächlich vor einem liegt. Ich bin erst 18 Jahre alt. Ich weiß nicht, wie ich mich in der Premier League zurecht finden würde. Allein schon der Rhythmus im Training und in den Spielen – ich wäre sehr schnell untergegangen“, so der Kroate. Und das trotz intensiver Bemühungen seitens der Engländer. „Trainer Marcelo Bielsa und seine Mitarbeiter haben mich jede Woche angerufen. Ich konnte nicht glauben, dass mich ein solcher Spitzenclub und ein solcher Spitzentrainer haben wollen.“ Das Team von der Insel habe ihn mit einer Präsentation beeindruckt, in der Leeds United ihm erklärten, wie sie ihn in Angriffs- wie auch Defensivsituationen sehen.

Die Leipziger agierten ähnlich, um den Kicker von sich zu überzeugen, vor allem was seine künftige Rolle im Team betrifft. Nach längeren Gesprächen und Beratungen mit seinem Umfeld, habe der Bundesligist den Vorzug erhalten, weil er "schlicht die bessere Option ist". „Beide Vereine haben sich bei mir vorgestellt und beide haben mir gefallen. Es war schwierig, mich zu entscheiden. Im Endeffekt habe ich mich für den Verein entschieden, der mich am besten in meiner Entwicklung unterstützt und weiterbringt.“ Außerdem sei ein ausschlaggebender Punkt gewesen, dass Leipzig ihn erst in einem knappen Jahr verpflichten wolle. Denn das Angebot kam bereits im Sommer 2020.

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Gvardiol lernt bereits Deutsch

Gvardiol spielt bis zu seinem Wechsel weiter für Dinamo Zagreb, wird aber aktuell auch von RB betreut, „Ich habe eine App. Da muss ich mich einloggen. Sie schicken mir dann regelmäßig Videoausschnitte von meinen Leistungen mit Anweisungen und Tipps, was ich besser machen kann und welche Aufgaben ich habe.“ Außerdem bekomme er Besuch von den Zuständigen der Roten Bullen, die mit ihm mögliche Spielszenarien durchgehen und ihm bereits jetzt erklären, welche Rolle er in diversen Aufstellungen spielen würde.

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Und wie kommen die Deutschkenntnisse voran? „Ich lerne bereits Deutsch, habe eine Lehrerin, mit der ich regelmäßig arbeite. Es ist nicht leicht, aber ich hatte Deutsch bereits acht Jahre lang in der Schule, also habe ich zumindest eine gute Basis", so Gvardiol. „Ich denke, es ist wichtig, die Sprache zu lernen, egal zu welchem Club man wechselt. Sie kann den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Vereins und den Fans auch viel bedeuten kann." Dennoch:"Ich hoffe, dass der Coach zu Beginn trotzdem Englisch spricht, damit ich ihn auch verstehen kann."

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