28. November 2020 / 14:06 Uhr

Betrugsverdacht: Schweizer weiten Ermittlungen gegen Blatter und Platini aus

Betrugsverdacht: Schweizer weiten Ermittlungen gegen Blatter und Platini aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sehen sich weiter mit Ermittlungen konfrontiert: Die Ex-Topfunktionäre Sepp Blatter und Michel Platini.
Sehen sich weiter mit Ermittlungen konfrontiert: Die Ex-Topfunktionäre Sepp Blatter und Michel Platini. © imago images/Montage
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Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Sepp Blatter und Michel Platini ausgeweitet. Hintergrund ist eine Zahlung von zwei Millionen Franken an Ex-UEFA-Präsident Platini im Jahr 2011. Schon zuvor wurde gegen die beiden ehemaligen Fußball-Funktionäre ermittelt.

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Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den früheren FIFA-Chef Sepp Blatter und den ehemaligen UEFA-Präsidenten Michel Platini ausgeweitet. Sie beurteile die Zahlung von zwei Millionen Franken an Platini anders als bisher, teilte sie am Samstag mit. Sie habe die Parteien darüber im November informiert. Zuvor hatten französische Zeitungen darüber berichtet.

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"Seither wird sowohl gegen Joseph Blatter wie auch gegen Michel Platini auch wegen des Verdachts des Betrugs ermittelt", teilte die Bundesanwaltschaft mit. Die Zahlung aus dem Jahr 2011 war schon länger Bestandteil der Ermittlungen. Blatter und Platini hatten stets gesagt, es sei die Vergütung für eine zurückliegende Beratertätigkeit gewesen. Beide früheren Fußball-Funktionäre haben alle Vorwürfe zurückgewiesen.

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Das Strafverfahren gegen den früheren Weltverbands-Chef Blatter läuft seit 2015, wegen Veruntreuung und "ungetreuer Geschäftsbesorgung". Ein Teil-Verfahren wurde bereits eingestellt. Gegen Platini, einst Präsident der Europäischen Fußball-Union, wurde bereits wegen Teilnahme an Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung ermittelt. Beide waren Ende August und Anfang September zu Anhörungen vor der Bundesanwaltschaft erschienen. "Für sämtliche Verfahrensbeteiligten gilt die Unschuldsvermutung", betonte die Bundesanwaltschaft.

Derzeit wird auch gegen den aktuellen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino ermittelt. Infantino werden wegen geheimer Treffen mit dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber, Anstiftung zum Amtsmissbrauch, Anstiftung zur Verletzung des Amtsgeheimnisses und Anstiftung zur Begünstigung vorgeworfen.