04. Februar 2021 / 16:59 Uhr

Bevor Khedira kam: Hertha wollte Wolfsburgs Guilavogui!

Bevor Khedira kam: Hertha wollte Wolfsburgs Guilavogui!

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburgs Guilavogui stand bei Hertha auf der Wunschliste, nach seiner Absage kam Khedira.
Im Visier von Hertha BSC: Josuha Guilavogui (l.) vom VfL Wolfsburg, am Ende verpflichteten die Berliner schließlich Sami Khedira (kl. Bild l.) von Juventus Turin. © Roland Hermstein
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In der gerade abgelaufenen Transferperiode hatte Hertha BSC Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg im Visier, aber der Kapitän blieb trotz seiner schweren sportlichen Situation beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten.

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Bis Montag hatte das Winter-Transferfenster geöffnet - und in dem hätte Josuha Guilavogui den VfL Wolfsburg verlassen können. Und zwar zu Hertha BSC. Denn die Berliner hatten neben Weltmeister Sami Khedira auch den VfL-Kapitän auf dem Zettel, wie er selbst bestätigt.

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"Ja, es gab eine Anfrage von Hertha", sagt Guilavogui, der beim VfL noch einen Vertrag bis 2023 hat, auf SPORTBUZZER-Nachfrage. "Aber Marcel Schäfer und ich haben in einem Gespräch zusammen entschieden, dass ich in Wolfsburg bleibe." Und das, obwohl Guilavogui gerade seine schwerste Saison im VfL-Trikot erlebt. Denn der lange gesetzte Balldieb der Wolfsburger kommt in dieser Spielzeit meist von der Bank. Im defensiven Mittelfeld (da spielt Guilavogui am liebsten), setzt Trainer Oliver Glasner auf Maximilian Arnold und Xaver Schlager.

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Bis vor kurzem war bei den Berlinern noch Bruno Labbadia Trainer - und der wiederum kennt Guilavogui aus gemeinsamen erfolgreichen Tagen beim VfL noch bestens. Bis zum 24. Januar hatte der Ex-Profi den Hauptstadt-Klub trainiert, doch dann musste der ehemalige Top-Stürmer gehen, mit Pal Dardai wurde der ehemalige Hertha-Coach wieder zurückgeholt - und der monierte gleich mal, dass im Kader zu wenig erfahrene Spieler vorhanden seien - Spieler wie Guilavogui. Und so holten die Berliner am Ende Khedira von Juventus Turin - wie Guilavogui ein Sechser mit ganz viel Erfahrung.

Obwohl der Franzose zurzeit beim VfL keine große Rolle auf dem Platz spielt, genießt er bei den Verantwortlichen des Klubs weiterhin großes Vertrauen. "Er hat für unsere Mannschaft eine extrem große Bedeutung", betonte Manager Jörg Schmadtke bei Sport1. Im Pokalspiel gegen Schalke sei er "hineingekommen und hat die Mannschaft direkt geführt. Er ist mit seiner Persönlichkeit sofort die Autorität auf dem Platz. Von ihm können und wollen wir uns derzeit nicht verabschieden. Und auch sein Wunsch ist es nicht, dass er weg will. Er versteht seine Rolle, er ist nicht total glücklich, würde gerne öfter spielen. Aber er nimmt seine Rolle total an, wie ein Kapitän es annehmen muss. Deshalb ist er so wertvoll und deshalb lassen wir ihn nicht gehen.“