24. November 2021 / 16:19 Uhr

Bewährungsstrafe im Sexvideo-Prozess: Anwälte von Frankreich-Star Benzema kündigen Berufung an

Bewährungsstrafe im Sexvideo-Prozess: Anwälte von Frankreich-Star Benzema kündigen Berufung an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Anwälte von Karim Benzema wollen gegen das Urteil Berufung einlegen.
Die Anwälte von Karim Benzema wollen gegen das Urteil Berufung einlegen. © IMAGO/Le Pictorium
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Pikante Details und am Ende eine Strafe auf Bewährung: Im Prozess um einen Erpressungsversuch mit einem Sexvideo hat ein Gericht den französischen Nationalspieler Karim Benzema schuldig gesprochen. Dessen Anwalt aber kündigt Berufung an.

Die Anwälte von Frankreich-Star Karim Benzema haben angekündigt, gegen das ausgesprochene Urteil Berufung einzulegen. Zuvor war französische Nationalspieler im Prozess um versuchte Erpressung mit einem Sexvideo von einem Gericht in Versailles wegen Beihilfe zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss der Stürmer von Real Madrid eine Geldbuße von 75.000 Euro zahlen, entschieden die Richter am Mittwoch. Vier mitangeklagte weitere Männer wurden wegen versuchter Erpressung zu Strafen zwischen 18 Monaten auf Bewährung und zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 33-Jährige war selber nicht zu dem Prozess erschienen, so dass das Gericht sich für seine Verurteilung auf die Aktenlage stützte.

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Die Vorwürfe gehen auf den Juni 2015 zurück. Damals wurde dem französischen Mittelfeldspieler Mathieu Valbuena bei einem Anruf mit der Veröffentlichung eines intimen Videos gedroht, auf dem dieser zu sehen sein sollte. Im Fokus der Vorwürfe gegen Benzema war ein privates Gespräch zwischen ihm und Valbuena über das Sexvideo einige Tage nach dem Anruf. Benzema soll dabei versucht haben, seinen Kollegen zu einem Gespräch mit einem Mittelsmann zu überreden. Über Geld sei zwar nicht gesprochen worden, doch dies sei klar gewesen, sagte Valbuena.

In den Besitz des Sexvideos war einer der Mitangeklagten 2014 eher zufällig gekommen, weil Valbuena ihn um das Abspeichern von Handydaten während des Wechsels auf ein neues Modell gebeten hatte. Der Mitangeklagte hatte das Video in den Daten entdeckt, es separat abgespeichert und erst später für den Erpressungsversuch eingesetzt, als er private Schulden zu begleichen hatte, stellte das Gericht fest. Dieser Angeklagte wurde außerdem wegen Vertrauensmissbrauchs verurteilt. Als erste Erpressungsversuche nicht funktionierten, wurde nach Überzeugung des Gerichts dann Benzema eingespannt, um Druck auszuüben.