08. Oktober 2020 / 15:45 Uhr

Bezirksliga: SC Rinteln will den Tabellenführer stürzen

Bezirksliga: SC Rinteln will den Tabellenführer stürzen

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Können Dimitrij Salakin (rechts) und der TSV Hagenburg den Schwung gegen den VfL BÜckeburg II mitnehmen? Arber Ramushi (links) wird dem SC Rinteln währenddessen gesperrt fehlen. © Daniel Kultau
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In der Fußball-Bezirksliga steht der nächste Spieltag an. Dieses Mal mit zwei reinen Schaumburger Derbys.

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SC Rinteln - MTV Rehren A/R (So., 15 Uhr).

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In Rinteln treffen am Sonntag zwei Trainertypen aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Hier der erfahrene Uwe Oberländer, der semiprofessionell Fußball spielte, der von der Verbandsliga bis zur Kreisliga alles trainierte und jetzt beim SC Rinteln unverzichtbar ist.

Dort der junge und unvorbelastete Raphael Idel vom MTV Rehren A/R, der zufällig an seinen ersten Trainerjob kam und ihn brillant erledigt.

„Die dortige Chemie zwischen Mannschaft und Trainer scheint perfekt zu sein“, vermutet Oberländer: „Vor dem, was in Rehren gerade passiert, ziehe ich meinen Hut.“ Der ruhige und analytische Idel führte den MTV Rehren A/R in der Bezirksliga auf gerader Linie aus der Abstiegszone bis an die Tabellenspitze, will aber von einem „Wunder von Rehren“ nichts wissen. „Es ist in erster Linie das Ergebnis harter Arbeit“, sagt er. „Und es macht Spaß, die Jungs beim Training ackern zu sehen.“ Das Ziel seines MTV Rehren A/R sei jetzt natürlich die Aufstiegsrunde und das Spiel beim abwehrstarken SC Rinteln werde mit Sicherheit interessant. „Ich habe keine Bedenken, dass wir es nicht gewinnen“, sagt er selbstbewusst. Oberländer hat allerdings ganz andere Pläne. Er hat mit Jonas Kütemeyer, Dominik Schrader, Ilir Mena und Max Gahr zwar einige angeschlagene Spieler, plant aber einen Heimsieg. „Er wäre in der aktuellen Phase für uns ganz wichtig“, sagt er.

TSV Hagenburg - VfL Bückeburg II (So., 15 Uhr).

Die Suche nach Kontinuität bei der Bezirksligatruppe des VfL Bückeburg ist nicht leicht. Das einzige, was sich schon seit Jahren fortsetzt, ist das Missverhältnis zwischen dem spielerischen Anspruch und der realen Lage. Die 2:4-Niederlage beim VfL Münchehagen war ein erneuter Beleg dieser Schwäche. „Wir bekommen es nicht umgesetzt“, sagt VfL-Trainer Steffen Potthast vor dem Spiel gegen den TSV Hagenburg. Seine Mannschaft mache zu viel individuelle Fehler und er wünsche sich, dass die Führungsspieler mehr Verantwortung übernehmen. Mit Pascal Könemann wird einer von ihnen aber am Sonntag nicht dabei sein. Außerdem werden der VfL-Reserve Alexander Kummert, Simon Häberli, Patrick Benecke und Jan-Luca Steierberg fehlen.

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Der TSV Hagenburg kommt mit seinem Trainer Felix Dyck selbstbewusst in das Jahnstadion. Das 3:1 gegen den SC Rinteln war der dritte Sieg in Folge. „Wir wollen unseren Lauf fortsetzen“, sagt Dyck. Personelle Umstellungen hätten seiner Mannschaft gutgetan und würden sie noch schwerer ausrechenbar machen. Wohl auch deshalb will er erst spät am Sonntag verraten, welche konkreten Änderungen es geben wird und wie die Startelf aussieht.

TSV Algesdorf - VfL Münchehagen (So., 15 Uhr).

Der TSV Algesdorf ist auf dem zweiten Tabellenplatz - in dieser Region hatte die Konkurrenz die Mannschaft von Timo Nottebrock erwartet. „Wir müssen es uns aber immer wieder neu erarbeiten“, sagt der perfektionistische Trainer. „Die Leistung gegen Enzen war zeitweise okay.“ Es gebe aber noch Phasen im Spiel, in denen es der TSV Algesdorf dem Gegner zu leicht mache. Beim Tabellenzweiten verdichten sich vor dem Heimspiel gegen den VfL Münchehagen außerdem die Personalprobleme. Die Neuzugänge Miles Sydow und Philip Koppitz fallen aus. Lukas Willan, Tim Harmening, Jan-Luca Kunze und Marc Weiser fehlen weiterhin. Außerdem konnte Elias Kohnert noch nicht wieder trainieren, während Kevin Bytomski angeschlagen ist. „Die, die spielen, wollen sich aber zeigen und werden es gut machen“, ist Nottebrock überzeugt.

SC Uchte - TuS SW Enzen (Sa., 16 Uhr).

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Der TuS SW Enzen fährt mit voller Kapelle zum Tabellenletzten SC Uchte. Nur Jan Köpper fehlt. Die Ausgangslage ist für Trainer Fabian Stapel klar. „Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden“, sagt er. Allerdings erwartet er einen Gegner, der ebenfalls hoch motiviert ist. „Uchte wird heiß sein“, glaubt er. Das Spiel wäre eine gute Gelegenheit für seine Mannschaft, „den Bock umzustoßen“ und etwas für das Selbstbewusstsein zu machen.