05. Mai 2019 / 19:45 Uhr

Bezirksliga: SG Bergdörfer fertigt SG Lenglern ab

Bezirksliga: SG Bergdörfer fertigt SG Lenglern ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Florian Ringling (links) erzielt gegen die SG Lenglern fünf von sechs Bergdörfer-Treffern.
Florian Ringling (links) und die SG Bergdörfer wollen auch gegen Eintracht Northeim erneut jubeln und den nächsten Schritt in Richtung Aufstieg machen. © Schneemann
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Der Spitzenreiter feiert ein Torfestival: Die Bezirksliga-Fußballer der SG Bergdörfer haben sich am Sonntag vor rund 150 Zuschauern auf heimischem Platz mit 6:2 (2:1) gegen die SG Lenglern durchgesetzt. Ein Mann stellte dabei alle in den Schatten: SGB-Stürmer Florian Ringling ebnete den Weg zum Sieg mit fünf Treffern quasi im Alleingang.

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„Florian Ringling ist eine Waffe. Wenn er ins Spiel kommt und gut eingesetzt wird, ist er nicht zu halten“, schwärmte SG-Co-Trainer Fabian Otto, der zur neuen Saison Cheftrainer wird. Gegen Lenglern vertrat Otto bereits Simon Schneegans an der Seitenlinie.

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Dabei musste er jedoch mitansehen, wie seine Mannschaft früh in Rückstand geriet. Vollkommen ohne Bedrängnis flankte Christopher Bianco von der rechten Seite punktgenau auf den Kopf von Özkan Beyazit, der in der dritten Minute zum 1:0 für Lenglern einköpfte. Ein Schock für den Spitzenreiter, der sich bei der derzeitigen Tabellenkonstellation keine Ausrutscher erlauben darf.

SG Bergdörfer - SG Lenglern, Bezirksliga Braunschweig 4 2018/19

SG Bergdörfer - SG Lenglern, Bezirksliga Braunschweig 4 2018/19 Zur Galerie
SG Bergdörfer - SG Lenglern, Bezirksliga Braunschweig 4 2018/19 © Schneemann

Und so zeigte die SG Bergdörfer auf den Gegentreffer die richtige Reaktion, spielte mutig und schnell nach vorn, blieb trotz zahlreicher Torchancen zunächst aber glücklos. Nach 25 Minuten zahlten sich die Anstrengungen schließlich aus: Alexander Böning steckte durch auf Dominik Diederich, der im Strafraum querlegte auf Florian Ringling. Der brauchte den Ball nur noch mühelos zum Ausgleich über die Linie schieben. Der Auftakt der Ringling-Show.

Gastgeber gehen noch vor der Pause in Führung

Denn noch vor der Pause besorgte der Stürmer nach einem starken Solo den Führungstreffer (37.). Die SG Lenglern war bis auf eine weitere Großchance von Yusuf Beyazit (28.) nach dem Treffer zum 1:0 nicht mehr präsent – stark angefangen, stark nachgelassen.

Ringling dreht auf

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Florian Ringling legte jetzt zudem erst richtig los. 52. Minute: Ringling zieht in Robben-Manier an der Strafraumkante den SGL-Verteidigern davon, schießt platziert ins rechte untere Eck – 3:1. 55. Minute: Leon Fiolka flankt von der rechten Außenbahn und findet Ringling, der den Ball aus kurzer Distanz ins Tor köpft – 4:1. 63. Minute: Nils Fiege im SGL-Tor kann den Ball nur nach vorn abwehren, Ringling ist zur Stelle und staubt ab, erzielt seinen 15. Saisontreffer und schnürt zudem einen lupenreinen Hattrick.

Die Gäste konnten zwar noch durch Yusuf Beyazit per Elfmetertreffer auf 2:5 verkürzen (65.). Doch die SGL schien die Niederlage zu diesem Zeitpunkt längst akzeptiert zu haben. Gegenwehr in der zweiten Halbzeit: Fehlanzeige. Christian Böhning stellte fünf Minuten vor dem Ende dementsprechend den alten Abstand wieder her – 6:2.

„Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben viel mit langen Bällen agiert“, analysierte Otto. „Dann haben wir umgestellt, sind ins Spiel reingekommen und haben letztlich in der Höhe verdient gewonnen.“ Seine Mannschaft verteidigte mit dem 18. Saisonsieg die Tabellenführung.

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Enttäuschung bei der SG Lenglern

Lange Gesichter dagegen bei der SG Lenglern, die vier Spieltage vor Saisonende mit acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone zumindest wohl nicht mehr akut um den Klassenerhalt bangen muss.

„In der ersten Halbzeit haben wir wirklich guten Fußball gespielt, zweite Halbzeit null, einfach null“, sagte ein enttäuschter SGL-Abteilungsleiter Jens Schiele, der den Kontrahenten als ersten Anwärter auf die Meisterschaft sieht. „Ringling hat heute den Unterschied ausgemacht, Bergdörfer hat verdient gewonnen.“

Von Filip Donth