01. Oktober 2020 / 16:05 Uhr

Bezirksliga: TSV Algesdorf und TuS SW Enzen treffen nach knappen Niederlagen aufeinander

Bezirksliga: TSV Algesdorf und TuS SW Enzen treffen nach knappen Niederlagen aufeinander

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Lasse Ruthmann (links) war zuletzt beim TuS SW Enzen ein Aktivposten. Nun müssen er und sein Team gegen den TSV Algesdorf treffsicherer sein. © Daniel Kultau
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So langsam lässt sich in der Fußball-Bezirksliga erkennen, wohin die Reisen der einzelnen Vereine gehen. Während der MTV Rehren A/R schon sieben Punkte Vorsprung auf einen Platz in der Abstiegsrunde hat, muss der TuS SW Enzen mit lediglich vier Zählern langsam eine Serie starten, um eben jene Runde noch umgehen zu können.

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TSV Hagenburg – SC Rinteln (So., 15 Uhr).

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Die Gäste kehren an den Ort zurück, an dem sie 2018 wieder in die Bezirksliga aufgestiegen sind. Schöne Erinnerungen, die am Sonntag wenig bringen. Die Rintelner fahren mit Respekt in die Seeprovinz: „Hagenburg gehört zu den besten Mannschaften der Staffel“, so SC-Trainer Uwe Oberländer, der weiterhin auf Jonas Kütemeyer und Ilir Mena verzichten muss. Kurios: Die Rintelner stehen mit sechs geschossenen Toren aus fünf Spielen auf Rang zwei. „Natürlich haben wir ein paar Probleme im Sturm, aber dafür steht unsere Abwehr im Moment“, so Oberländer, dessen Team lediglich drei Gegentreffer kassierte.

TSV-Trainer Felix Dyck schätzt die Gäste aufgrund der Tabellensituation als Favorit ein. Bitter: Oguzhan Mun zog sich beim 2:0-Sieg gegen den VfL Münchehagen einen Außenbandriss zu und wird vorerst ausfallen. Dafür ist Timo Kuhnert wieder mit dabei. „Die Stimmung war auch vor den beiden Siegen schon sehr gut“, so Dyck. Doch er und die Mannschaft wären froh, dass sich nun endlich mal belohnt wurde. Daran soll auch gegen den SCR angeknüpft werden.

VfL Münchehagen –VfL Bückeburg II (So., 15 Uhr).


Nicht schön aber zweckmäßig war der Bückeburger 1:0-Erfolg aus der Vorwoche gegen den TuS SW Enzen. Fast in Slapstick-Manier weigerten sich die Spieler des VfL Bückeburg II anscheinend in der zweiten Hälfte den letzten Pass zu spielen. „Wir müssen im Abschluss konsequenter werden und konzentrierter den letzten Pass spielen“, fordert Trainer Steffen Potthast. Neben den Langzeitverletzten muss der Coach auf Till Voiges verzichten, der sich eine Absplitterung im Kiefer zugezogen hat. Hauke Voss wird außerdem bei der ersten Mannschaft auf der Bank sitzen. „Aber wir haben eine gute Mannschaft zusammen und wollen Punkten.“

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TuS SW Enzen – TSV Algesdorf (So., 15 Uhr).

Nach der 0:1-Niederlage in der Vorwoche gegen den VfL Bückeburg II sprach TuS-Trainer Fabian Stapel Klartext. Eine maue Trainingsbeteiligung und die Prioritätensetzung ärgerten ihn bei seiner Mannschaft. Eine Reaktion blieb vorerst aus, einige Spieler waren auch in dieser Woche im Urlaub, aber die 13 Spieler im Training waren für Stapel „ok“. „Ich hoffe einfach, dass der Impuls bei der Mannschaft angekommen ist und ich erwarte mir einen couragierten Auftritt, um das Spielglück auf unsere Seite zu ziehen.“ Den TSV Algesdorf bezeichnet er als „Brett“, möchte seine Mannschaft aber nicht kleinreden.

Auch der TSV Algesdorf verlor in der Vorwoche mit 0:1, durch einen Treffer in der 92. Minute. „Da mussten wir uns natürlich nochmal schütteln“, so Trainer Timo Nottebrock, der jedoch schon während des Dienstags-Trainings eine jetzt-erst-recht-Stimmung bemerkt. „Man kann ja auch mal gestärkt aus so einer Niederlage rausgehen“, hofft der Algesdorfer Coach. Personell muss er auf Lukas Willian, Luca Kunze, Tim Harmening und Marc Weiser verzichten. Hinter Elias Kohnert steht noch ein Fragezeichen. „Ich hab großen Respekt vor Enzen und vor dem, was Fabian Stapel da auf die Beine gestellt hat, aber trotzdem glaube ich, dass wir dort mindestens auf Augenhöhe sein können.“

MTV Rehren A/R –SC Uchte (So., 16 Uhr).

Die Rehrener Weste blieb weiß. Mit fünf Siegen aus fünf Spielen steht der MTV weiterhin an der Spitze und trifft nun auf das noch sieglose Schlusslicht vom SC Uchte. Easy going könnte man meinen, doch MTV-Trainer Raphael Idel hat unter der Woche jegliche Überheblichkeit direkt im Keim erstickt. „Das 2:2 von Uchte gegen den SC Rinteln hat uns gewarnt. Da habe ich am Dienstag im Training drauf hingewiesen„, so Idel. „Von daher wird auch das natürlich ein schwieriges Spiel. Wir nehmen jeden Gegner ernst.“ Die Stimmung unter der Woche sei trotzdem weiterhin ausgelassen und „auf dem Höhepunkt“ gewesen. „Da muss ich den Jungs auch ein riesiges Lob machen. Dafür, dass wir da stehen, wo wir gerade sind, trainieren wir jede Woche hart.“ Personell gibt es bei ein paar Spielern kleinere Wehwehchen, jedoch kann der Trainer auch gegen den SC Uchte auf seinen vollen Kader zählen.