11. September 2019 / 10:05 Uhr

Das Warten lohnt sich nur für einen: TSV Bemerode schmeißt den FC Eldagsen raus

Das Warten lohnt sich nur für einen: TSV Bemerode schmeißt den FC Eldagsen raus

Ulrich Bock
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das Warten auf den Anpfiff: Die Spieler des TSV Bemerode (links) und FC Eldagsen sind startklar, doch die Schiedsrichter noch nicht vor Ort.
Das Warten auf den Anpfiff: Die Spieler des TSV Bemerode (links) und FC Eldagsen sind startklar, doch die Schiedsrichter noch nicht vor Ort. © Ulrich Bock
Anzeige

Von 18.30 auf 18 Uhr vorverlegt wurde das Bezirkspokalspiel zwischen dem TSV Bemerode und dem FC Eldagsen. Allerdings wussten die Schiedsrichter nichts davon, sodass es tatsächlich erst um 18.15 Uhr losging. Fast schon im Dunkeln konnten die Gastgeber jubeln: Der Bezirksligist schlug den Landesligisten mit 3:1.

Anzeige
Anzeige

Schwacher Trost für den FC Eldagsen: Ein Elfmeterschießen im Dunkeln ist der Mannschaft von Holger Gehrmann erspart geblieben. Dennoch: Das 1:3 (1:1) in der 3. Runde des Bezirkspokals beim TSV Bemerode schmerzt - umso mehr, als man selbst nicht an die zuletzt starken Leistungen in der Landesliga anknüpfen konnte, es aber ersatzgeschwächt gegen einen allgemein stark einzuschätzenden Bezirksligisten trotzdem hätte packen können, da auch dieser nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Kunstrasen ist keine Option

Dass beide Teams an diesem wunderbaren Herbstabend nicht gerade ihre Bestform abriefen, passte zu den Umständen der Partie. Planmäßig sollte diese um 18.30 Uhr angepfiffen werden. Allerdings ist es mittlerweile schon um 20 Uhr arg dunkel. Und über Flutlicht verfügt der große Rasenplatz an der Wilhelm-Göhrs-Straße nicht. Auf das beleuchtete Kunstrasengeläuf auszuweichen, stellte keine Option dar, denn dort wirbelte der Hockeynachwuchs des TSV.

Auf Drängen des Spielausschusses einigten sich beide Mannschaften auf ein Vorziehen des Anstoßes um 30 Minuten auf 18 Uhr. Und tatsächlich standen die 22 Spieler auch pünktlich auf dem Feld, jedoch fehlten noch die Schiedsrichter. Die waren schlichtweg nicht über die Planänderung informiert worden, beeilten sich aber beim Aufwärmen, sodass es um 18.15 Uhr losging.

Mehr Berichte aus der Region

Die Gastgeber begannen forsch, doch der Favorit aus Eldagsen hatte die erste große Chance: Niklas Dorf kam mit ein wenig Dusel frei vor Arne Gilster zum Abschluss, schoss Bemerodes Torhüter allerdings an (9.). Besser machte es auf der anderen Seite Garvin Mulamba, der nach eigener Ecke und einem verhindertem Konter eher zufällig im Eldagser Strafraum an den Ball kam und diesen über den herauseilenden Alexander Gutsche hinweg ins Netz hob (15.).

Eldagser zu langsam und uninspiriert

Kurz darauf hätte Hendrik Hahne aus Nahdistanz auf 2:0 erhöhen können, scheiterte jedoch an Gutsche (17.). Diese Phase zeigte Wirkung beim Landesligisten, der in der Folge kaum nennenswerte Offensivaktionen zustande brachte. Den Eldagsern gelang selten schneller Raumgewinn, zu langsam und uninspiriert trugen sie ihre Angriffe gegen eine allerdings auch gut stehende Bemeroder Elf vor.

Nach 33 Minuten erhob sich Gehrmann erstmals von seiner Wasserkiste. Er war unzufrieden - und sah kurz darauf, wie Steffen Krumpholz eine frech gezirkelte Ecke von Hahne aus spitzem Winkel an den Außenpfosten des Eldagser Tores köpfte (36.). Quasi mit dem Pausenpfiff gelang José Ruben Pérez der zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Ausgleich: Der nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannte Offensivmann nickte eine Flanke von Jan Flügge mühelos ein (45.) - was Gehrmann herzhaft lachen ließ. "Das muss ich mir jetzt zwei Wochen lang anhören", unkte Eldagsens Coach in der Pause.

Das sind die Bilder der Saison 2019/20 in Hannovers Amateurfußball

Lehrtes Patrick Heldt hat getroffen, Döhrens Schlussmann Paul-Aaron Bonas ist geschlagen. Zur Galerie
Lehrtes Patrick Heldt hat getroffen, Döhrens Schlussmann Paul-Aaron Bonas ist geschlagen. ©
Anzeige

Der zweite Abschnitt verlief - nach einer geboten kurzen Pause - deutlich kurzweiliger, mit Chancen hüben wie drüben. Zunächst vor allem für die Gäste, die für rund 20 Minuten deutlich dominierten. Besonders Luca Köneke hatte zahlreiche Chancen, köpfte nach Ecken, jeweils erschreckend freistehend, erst Gilster in die Arme (48.), dann zweimal rechts am Tor vorbei (74., 85.). Darüber hinaus setzte Robin Grodd einen Freistoß aus 20 Metern an den Außenpfosten (61.).

Auch der TSV hat seine Chancen

Doch auch die von Mo Kordian gecoachten Platzherren hatten immer wieder ihre Einschussgelegenheiten. Hahne verfehlte aus sehr spitzem Winkel das leere Tor nur knapp (51.), Mulamba wurde in letzter Sekunde von Björn Graw am erfolgreichen Abschluss gehindert (67.). Für ihren zweiten Treffer benötigten sie einen Handelfmeter, den der kurz zuvor eingewechselte Tim Geburzi kühl unten links verwandelte (70.).

Geburzi hätte beinahe auch für die Entscheidung gesorgt, sein Distanzschuss in der 86. Minute landete jedoch am Außenpfosten. So war es Mulamba vorbehalten, mit der schönsten Aktion des Tages für den Schlusspunkt zu sorgen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld hatte er beinahe freie Bahn, tunnelte in hohem Tempo Graw, lief allein auf Gutsche zu, umkurvte Eldagsens Torhüter mühelos und schob souverän zum 3:1 ein (88.).

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt