20. Juni 2019 / 16:31 Uhr

Bezirkssportgericht weist Einspruch der SG Bergdörfer zurück

Bezirkssportgericht weist Einspruch der SG Bergdörfer zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Fabian Otto SG Bergdörfer (blaue Hose, hier im Spiel gege die SG Lenglern) hat noch keine Planungssicherheit für die kommende Saison. In welcher Liga seine Mannschaft nun endgültig auflaufen wird, ist noch nicht entschieden.
Trainer Fabian Otto SG Bergdörfer (hier im Spiel gegen die SG Lenglern) hat noch keine Planungssicherheit für die kommende Saison. In welcher Liga seine Mannschaft nun endgültig auflaufen wird, ist noch nicht entschieden. © Helge Schneemann
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Das Sportgericht des NFV-Bezirks Braunschweig hat den Einspruch des Fußball-Bezirksligisten SG Bergdörfer abgelehnt: Den Eichsfeldern war nach der Meisterschaft vom Bezirksspielausschuss das Aufstiegsrecht in die Landesliga verwehrt worden – nun geht es vor das Verbandssportgericht.

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Laut Anhang 3 der Spielordnung müssen die potenziellen Aufsteiger in die Landesliga 15 eigene Jugendspieler in der Altersklasse A- bis C-Jugend nachweisen können. Die SG Bergdörfer hat aktuell keine eigene Jugendmannschaft gemeldet, ist aber seit 2015 Stammverein in der Jugend des SV Rotenberg. Da der JFV Rotenberg in den SV Rotenberg umgeschrieben wurde, fehlt laut Sportgerichtsurteil die Anerkennung der eigenen Jugendspieler der SG.

In einem schriftlichen Verfahren hat das Sportgericht des Bezirks am Sonntagabend eine Entscheidung getroffen: Der Einspruch der SG Bergdörfer abgewiesen. Die Eichsfelder erhielten am Mittwoch das offizielle Urteil. Nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen entschied das Gremium, dass ein Aufstieg in die Landesliga aufgrund der fehlenden Anzahl von Jugendspieler nicht möglich sei.

„Das Urteil des Bezirks kam nicht so überraschend“, sagt der sportliche Leiter Fabian Adam. Binnen sieben Tagen nach Zustellung des Urteils kann die SG nunmehr Berufung bei der nächsthöheren Instanz, dem Verbandssportgericht, einlegen. „Wir werden das durchziehen und alle Möglichkeiten ausschöpfen“, ergänzt Adam kämpferisch. Durch das Urteil des Bezirks wäre aktuell Tuspo Petershütte möglicher Aufsteiger in die Landesliga. Die anstehende Verhandlung durch das Verbandssportgericht wird sicherlich die Causa „Aufstieg Bergdörfer“ noch etwas in die Länge ziehen.

Berufung beim Verband

„Die Entscheidung konnte vom Bezirk gar nicht anders ausfallen. Wir haben den üblichen Ablauf eingehalten und beim Sportgericht Einspruch eingelegt. Aufgrund des Urteils gehen wir in Berufung beim Verband“, sagt Andreas Diedrich, Vorsitzender der SG Bergdörfer, der sich zu weiteren Inhalten aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht weiter äußert. „Die Berufung wird noch in dieser Woche an den Verband gehen. Wir werden unsere rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen“, kündigt der Diedrich an. Der Vorsitzende geht von einer zeitnahen Entscheidung durch den Verband aus.

Für die Mannschaft und die Planung der neuen Saison habe die aktuelle Rechtssituation trotz der Ungewissheit, in welcher Liga die SG spielen wird, keinen Einfluss. „Es wird, Stand jetzt, keine personellen Veränderungen geben, egal in welcher Liga wir spielen werden“, ergänzt Diedrich.

Bei Tuspo Petershütte herrscht nach diesem Urteil nunmehr Gewissheit: Der Vizemeister wird in der kommenden Spielzeit in der Landesliga starten. „Sobald die Staffeleinteilung von Jörg Zellmer vorliegt, wird Petershütte in die Landesliga eingeteilt. Wir können nicht mehr warten und müssen die Saisonplanung starten. Mit einem Urteil des Verbandes wird man wohl erst Mitte Juli rechnen können“, so Landesliga-Staffelleiter Thorsten Tunkel. Ob die SG Bergdörfer im Falle eines positiven Gerichtsurteiles des Verbandes als sogenannter Härtefall ebenfalls in der Liga startet, bleibt indes offen.

Klarheit für Petershütte

Glücklich über die Bestätigung, dass sein Team aufsteigen werde, reagiert Tuspo-Trainer Wolfgang Pilz: „Der Schwebezustand war schon schwierig.“ Die Petershütter kehren damit nach drei Jahren in der Bezirksliga zurück, in die höchste Liga des Bezirks.

„Die Jungs haben eine geile Saison gespielt. Als Meister fühlt es sich natürlich noch besser an, aber auch so nehmen wir das gerne mit. Jetzt freuen wir uns auf die neuen Herausforderungen“, sagt Pilz, der aber auch mit der SG Bergdörfer mitfühlt: „Verdient hätten es vom sportlichen her ohne Frage beide Teams.“

Von Jan-Philipp Brömsen und Robert Koch

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